Wissen und Gesundheit
09.02.2017

Das macht Frauen zu guten Tänzerinnen

Shake it, Baby! © Bild: Getty Images/iStockphoto/Sonya_illustration/iStockphoto

Was auf Beobachter attraktiv wirkt, zeigt sich an einigen Körperbewegungen, fanden britische Forscher heraus.

Zum Überleben brauchen wir das Tanzen nicht. Aber hey! Es macht Spaß - und kann für die Partnerwahl eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielen. Forscher der britischen Northumbria University haben nun in einer kleinen Studie ermittelt, was Frauen zu guten Tänzerinnen macht.

Tanzbewegungen per Computer animiert

Die Hintergründe rhythmischer Bewegungen zu Klängen und Tönen sind zwar unklar, es wird aber vermutet, dass Tanzen Beobachtern unbewusst Informationen über den Gesundheitszustand vermittelt. Für ihre Studie baten die Wissenschaftler 39 Frauen zu einfachen Beats zu tanzen. Die Körper und Gelenke der Probandinnen hatten sie zuvor mit reflektierenden Markern gekennzeichnet. Aus den aufgezeichneten Daten kreierten sie am Computer verschiedene Avatare und spielten kurze Sequenzen dieser animierten Charaktere 57 Männern und 143 Frauen vor.

Der Hüftschwung macht's

Die Ergebnisse, was einen Tanz attraktiv wirken lässt, waren eindeutig: Sowohl Frauen als auch Männer sprachen am stärksten auf ausladende Hüftbewegungen der Tänzerinnen an. Forscher schließen daraus, dass daran das Geschlecht zu erkennen sei. Weiters kamen jene Figuren gut an, deren Oberschenkel sich asymmetrisch anstatt im Gleichklang bewegten. Dies deutet auf eine gute motorische Kontrolle hin. Nicht zu unterschätzen ist den Studienergebnissen zufolge auch die Bewegung der Arme. Sie sollte nicht zu zappelig sein, denn das signalisiere eine Bewegungsstörung.

Bei Männern kommt es auf das rechte Knie an

Die Bedeutung von Tanz wurde bereits in früheren Studien untersucht. Die aktuelle Untersuchung im Fachmagazin "Scientific Reports" widme sich aber dem bisher wenig erforschten Gebiet, was einen Tanz attraktiv erscheinen lässt, erklärt das Team um Kristofer McCarty. Bei Männern gelten übrigens ein fester Händedruck, ausgeprägte Nacken- und Rumpfbewegungen sowie eine schnelle Bewegung des rechten Knies als besonders attraktiv, zeigte eine Untersuchung.