© APA/dpa/Oliver Berg

Wissen Gesundheit

Wohnungen nahe Landwirtschaften oft mit Pestiziden belastet

Laut einer Erhebung von Global 2000 enthielt jede vierte Probe aus einer Wohnung krebserregende Pestizidwirkstoffe.

09/21/2021, 06:23 AM

Eine von der EuropĂ€ischen BĂŒrgerinitiative (EBI) "Bienen und Bauern retten" initiierte europaweite Untersuchung zu Pestiziden hat gezeigt, "dass InnenrĂ€ume von Wohnungen, die an landwirtschaftlich genutzte Gebiete angrenzen, mit einer Vielzahl von Pestiziden belastet sind", wie es in einer Aussendung hieß. Die Untersuchung erfolgte anhand von Hausstaubproben aus den Schlafzimmern von 21 Haushalten in 21 EU-Staaten - darunter auch Österreich.

Jede vierte Probe enthielt krebserregende Pestizide

Alle gezogenen Stichproben waren demnach mit Pestiziden belastet. Der Durchschnittswert lag bei acht und der Maximalwert bei 23 Pestizidwirkstoffen je Probe. Jede vierte Probe enthielt Pestizide, die bei der EuropÀische Chemikalienagentur (ECHA) als möglicherweise krebserregend eingestuft sind. In 80 Prozent der Schlafzimmerproben waren Wirkstoffe nachweisbar, die im Verdacht stehen, die menschliche Fortpflanzung zu schÀdigen.

"Das Problem Pestizid-Abdrift darf nicht lĂ€nger ignoriert werden. Wir hoffen, dass der Nachweis von möglicherweise krebserregenden und fortpflanzungsschĂ€dlichen Pestiziden in den Schlafzimmern der lĂ€ndlichen Bevölkerung ein Weckruf fĂŒr Zulassungsbehörden in der EU ist. Denn epidemiologische Studien zeigen gerade bei Anrainern landwirtschaftlich genutzter Gebiete ein erhöhtes Risiko fĂŒr FortpflanzungsschĂ€den und Krebs", so der Mitautor der Studie Helmut Burtscher-Schaden von Global 2000. Pestiziden mit "negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit" sollten gemĂ€ĂŸ EU-Pestizidverordnung die Marktzulassung entzogen werden.

Kommentare

Kurier.tvMotor.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat