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Wissen Gesundheit
12/07/2021

Wie sich Masken auf die geistige Leistungsfähigkeit auswirken

Die TU Berlin hat untersucht, wie sich die Vitalparameter durch das Tragen der Masken verändern.

Mehrere Studien haben sich seit Beginn der Pandemie mit der Frage beschäftigt, ob sich Masken auf die Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung auswirken. Das Ergebnis: FFP2-Masken haben keine oder kaum Auswirkungen auf diese Parameter - auch unter körperlicher Belastung.

Wie es um die geistige Leistungsfähigkeit steht, haben nun Wissenschafter der TU Berlin genauer unter die Lupe genommen.

Vitalparameter unverändert

Mittels eines Experiments mit 44 zufällig ausgewählten Teilnehmenden wurden potenzielle Effekte der FFP2-Maske untersucht. Das Ergebnis: Die Probanden konnten eine Stresssituation mit Kopfrechenaufgaben mit und ohne Maske gleich gut meistern.

Auch die gemessenen Vitalparameter blieben unverändert. Zudem gaben die Teilnehmenden an, dass sich ihre mentale Belastung durch das Tragen der Maske nicht verändert habe. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt in der Fachzeitschrift Nature Scientific Reports erschienen.

"Wenn man sich die großen Übersichtsarbeiten anschaut, die eine Vielzahl von Studien ausgewertet haben, ergibt sich ein eindeutiges Bild. Nämlich dass das Tragen von Masken auch unter körperlicher Belastung die Vitalparameter praktisch unverändert lässt", sagt Robert Spang vom Quality and Usability Lab der TU Berlin und Erstautor der Studie.

"Gerade in Innenräumen wie Büros oder Schulen, wo das Übertragungsrisiko durch Aerosole besonders hoch ist, wird aber meist geistig gearbeitet und nicht körperlich."

Verwechseln dürfe man laut Spang die Resultate der Studie jedoch nicht mit subjektiven Empfindungen, dass sich körperlich etwas verändert, wenn man eine Maske trägt.

"Studien anderer Wissenschafter und Wissenschafterinnen zeigen durchaus, dass der Atemrhythmus wechselt, wenn man einen zusätzlichen Luftraum vor Mund und Nase hat", erzählt der Erstautor. "Durch den Stau warmer Luft kann zudem das Gefühl entstehen, man hätte eine erhöhte Temperatur."

All diese Empfindungen würden sich aber eben nicht in den tatsächlichen Werten für die Lungenfunktion oder die Körpertemperatur auswirken.

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