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Wissen Gesundheit
10/02/2020

Studie: Intervallfasten nicht so effektiv wie gewünscht

Forscher in Kalifornien haben das Intervallfasten genauer unter die Lupe genommen - mit überraschenden Ergebnissen.

Wenn das Smartphone weiß, dass man sich gern gesund ernährt und auch gern Sport macht, dann spült es gerne auch Werbung für Intervallfasten in den Newsfeed, etwa bei Instagram. Intervallfasten ist zum Ernährungstrend geworden. Sowohl, um abzunehmen, als auch, um die Zellen zu reinigen und um sich generell einfach gesünder zu fühlen.

Die Idee: Acht Stunden essen, 16 Stunden nicht. Nach zwölf bis 14 Stunden beginnt der Prozess der Autophagie des Körpers. Das sind Reinigungs-, Heilungs- und Regenerationsprozesse in den Zellen. Der Körper soll dabei Schadstoffe „recyclen“ und Fett verbrennen.

Doch nun soll der Trend einen gehörigen Dämpfer erlitten haben.

Denn wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll eine kalifornische Studie von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern herausgefunden haben, dass fettleibige Testpersonen durch Intervallfasten nicht mehr Gewicht verloren haben als eine Vergleichsgruppe, die ihre Mahlzeiten in einem traditionellen Rhythmus eingenommen hat.

Zur Menge der aufgenommenen Kalorien oder dem Ausmaß an Bewegung wurden keine Vorgaben gemacht. Nach dem Beobachtungszeitraum von zwölf Wochen hatten die Probanden durch Intervallfasten im Mittel 1,17 Prozent an Gewicht verloren, die andere Gruppe 0,75 Prozent.

Gesund oder nicht?

Doch viele Fitnesscoaches und Ernährungsberater schwören auf die Methode, nicht nur wegen der Gewichtsreduktion. Es wird angenommen, dass regelmäßiges Fasten das Risiko senkt, im Alter krank zu werden. Wie sich Intervallfasten auf Erkrankungen wie Rheuma, Demenz und Multiple Sklerose auswirkt, ist Gegenstand der Forschung.

Nun soll es allerdings in der erwähnten Studie auch Hinweise geben, dass die Methode ungesund ist. Die Forscher haben demnach beobachtet, dass das Intervallfasten weder den Blutzucker, noch die Insulinkonzentration, die Blutfette oder andere Stoffwechselparameter günstig veränderte.

Außerdem sollen zwei Drittel des durchschnittlichen Gewichtsverlustes vor allem auf die fettfreie Körpermasse fallen. "Eine verminderte fettfreie Körpermasse kann mit Schwäche, Krankheit und dem Verlust an Lebensqualität einhergehen", warnen die Autoren. Das könne zu Muskelschwund führen und den späteren Jo-Jo-Effekt begünstigen.

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