© REUTERS/Dado Ruvic

Wissen Gesundheit
09/17/2021

Offenbar gehäufte Impfdurchbrüche bei Johnson-&-Johnson

Deutscher Impfexperte beruhigt, da das Vakzin dennoch vor einer schweren Corona-Erkrankung schützt.

Experten und Behörden in Deutschland fallen vermehrte Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson-&-Johnson auf. Bisher erkrankten in 6.106 Fällen Menschen trotz Immunisierung mit dem Mittel, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht.

Die Schutzwirkung des Einmal-Impfstoffs beginnt in etwa 14 Tage nach der Impfung und ist nach 28 Tagen voll aufgebaut.

Laut RKI haben bisher gut drei Millionen Menschen in unserem Nachbarland eine Johnson-&-Johnson-Impfung bekommen. Auf eine Million Geimpfte kämen demnach grob überschlagen 2.000 Impfdurchbrüche.

Zum Vergleich: Bei Menschen, die als zweite Dosis den am häufigsten in Deutschland verwendeten Impfstoff - Biontech/Pfizer - erhalten haben, sind es diesen Zahlen zufolge rund 675 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte. Das Vakzin von Johnson-&-Johnson ist der einzige bisher in der EU zugelassene Corona-Impfstoff, bei dem es laut EU-Arzneimittelbehörde (EMA) nur eine Dosis braucht.

Nach dieser Impfung dauere es länger als nach den mRNA-Impfungen, bis sich ausreichend Antikörper gebildet hätten, sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. "Teilweise steigen die Spiegel mehr als einen Monat nach der Impfung noch an."

Da die Antikörperspiegel deutlich unterhalb derer lägen, die durch die anderen Impfstoffe erzeugt werden, scheine der Schutz vor einer Corona-Infektion nach der Janssen-Impfung also deutlich schlechter, sagte Watzl. Vor einer schweren Corona-Erkrankung schütze das Vakzin aber sehr wohl, betonte er.

Eine Sprecherin des Pharma-Riesen Johnson-&-Johnson sagte, dass kein Corona-Impfstoff derzeit Infektionen zu 100 Prozent verhindern könne.

"Unser zugelassener Covid-19-Impfstoff als Einmaldosis kann jedoch nachweislich dazu beitragen, das Infektionsrisiko zu verringern und schwere Verläufe zu vermeiden", betonte sie. Für die Einmal-Dosis-Impfung von Johnson-&-Johnson wiesen Daten auf eine robuste und langanhaltende Wirkung über einen Zeitraum von bisher gemessenen acht Monaten hin – auch gegen Delta und andere Virus-Varianten.

Laut aktuellem Bericht des österreichischen Bundesamts für Sciherheit und Gesundheitswesens wurden laut e-Impfpass mit Stand 10. September 274.941Einzeldosen in Österreich verabreicht. Die österreichische Regierung beschloss den Kauf von 42 Millionen Impfdosen für die Jahre 2022 und 2023 - um 800 Millionen Euro, mit der Möglichkeit aufzustocken.

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