© APA/dpa/Christoph Schmidt

Wissen Gesundheit
07/27/2021

Neue Daten zur Durchimpfung der Schwazer Bevölkerung sind positiv

Eine noch nicht veröffentlichte Studie untersuchte die Wirksamkeit der Vakzine - auch in Hinblick auf Mutationen.

Innerhalb weniger Tage konnte bei einer Impfaktion im Bezirk Schwaz im Frühjahr die Impfquote auf mehr als 70 Prozent erhöht werden. Anlass der Aktion war damals das verstärkte Auftreten jener Mutation, die erstmals in Südafrika aufgetreten war und nun als Beta-Variante bezeichnet wird.

Danach nahm das Infektionsgeschehen um 60 Prozent gegenüber den Vergleichsregionen ab, berichtete die Tiroler Tageszeitung am Dienstag.

Dieses Ergebnis zeigte sich in einer Studie, die allerdings noch nicht veröffentlicht wurde. Daran beteiligt  waren Wissenschafter der Universität Salzburg, der Medizinischen Universität Innsbruck sowie Florian Krammer von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York und Michael Hummer von der Gesundheit Österreich.

Wirksam gegen Flucht-Mutationen

Virologin Janine Kimpel von der Med Uni Innsbruck sprach von einer hohen Wirksamkeit der Massenimpfung. Vor allem auch in Bezug auf Fluchtmutionen. "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass mit der schnellen Massenimpfkampagne im Bezirk Schwaz nicht nur generell die Corona-Infektionen eingedämmt werden konnten, sondern auch die Ausbreitung der damals aufgetretenen Fluchtmutationen", so Kimpel.

Ein weiterer positiver Effekt der Impfung sei die deutliche Reduzierung der Hospitalisierungen im Zusammenhang mit Corona gewesen - vor allem auf den Intensivstationen. Auch die jüngere Altersgruppe habe von der damaligen Durchimpfung profitiert. Im Bezirk Schwaz wurde ab 16 Jahren immunisiert. "In den anderen Landesteilen waren die unter 30-Jährigen ja noch weitgehend ungeimpft", erinnerte die Virologin.

Die Impfaktion in dem Unterländer Bezirk war Mitte März nach vorherigem heftigem politischen Tauziehen gestartet worden. Die EU hatte insgesamt 100.000 Impfdosen für die Durchimpfung im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie zur Verfügung gestellt. Rund 46.000 der 64.000 infrage kommenden Personen hatten sich im ersten Durchgang impfen lassen. Auch den Zweittermin im April nahmen laut Land beinahe alle Eingeladenen wahr.

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