People wearing protective face masks use a smartphone on a street in Kiev

Ein sauberes Handy: In Zeiten des Coronavirus wichtiger denn je.

© REUTERS / VALENTYN OGIRENKO

Wissen Gesundheit
03/30/2020

Coronavirus: Welche Maske wie schützt

Der Verein für Konsumenteninformation gibt Auskunft über Typen und Anwendung des Mundschutzes.

Supermärkte dürfen wegen der Coronakrise bald nur noch mit Masken betreten werden. Das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Pressekonferenz Montagvormittag angekündigt. Nicht alle Maskentypen schützen vor Ansteckung, ihre Wirkung ist umstritten. Die Regierung will mit der Maskenpflicht nicht den Träger, sondern andere vor einer Tröpfcheninfektion schützen.

Mund-Nasen-Maske

Allgemein unterscheidet man zwischen Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS-Operationsmasken) und Partikel-filtrierenden Halbmasken (FFP). MNS-Operationsmasken sind kein Atemschutz und schützen daher nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, wie der Verein für Konsumenteninformation (VKI) auf Konsument.at berichtet. Sie können Ansteckung durch Tröpfchen oder Aerosole nicht abwehren. MNS-Operationsmasken werden getragen, um andere Personen vor Speichel- oder Schleimtröpfchen zu bewahren, die man als Träger selbst abgibt. Sie können verhindern, dass fremde Körperflüssigkeiten direkt auf die Mund-Nasen-Region des Trägers kommen. Sie schützen den Träger auch davor, sich mit infizierten Händen selbst in diese Gesichtsregion zu greifen.

 

Gegen Stoffe in der Luft

FFP-Masken werden als Atemschutz gegen Aerosole (sehr kleine Schwebstoffe in der Luft) eingesetzt. Sie sind als vollständiges Atemschutzgerät mit nicht auswechselbarem Filtermaterial nach der europäischen Norm DIN EN 149 geprüft. Diese Norm unterscheidet zwischen den Klassen FFP1, FFP2 und FFP3. Je nachdem, wie groß das Rückhaltevermögen der Partikelfilter ist, wird die Maske einer der drei Klassen zugeordnet. Je dichter die Maske ist, desto höher ist auch ihre Schutzwirkung. FFP1-Masken haben die geringste Dichtheit und Schutzwirkung, FFP3-Masken die größte.

Filterdurchlass

Die Dichtheit ergibt sich aus dem jeweiligen Filterdurchlass und der sogenannten Verpassungsleckage, die durch Undichtigkeiten zwischen der Dichtlinie der Maske und dem Gesicht des Trägers entsteht, erklärte der VKI. FFP1-Masken hätten eine Gesamtleckage von maximal 22 Prozent, FFP3-Masken einen Wert von maximal zwei Prozent.

In der Regel stelle das Tragen einer gut angepassten FFP2-Maske einen ausreichenden Schutz vor infektiösen Aerosolen dar. FFP-Masken, die ein Ausatemventil haben, dienen nur dem eigenen Schutz.

Überprüfen Sie die Maske

Der VKI informierte auch, wie man die Maske korrekt anlegt: "Vor dem Gebrauch sollten Sie die Haltbarkeit und die Gebrauchsanweisung prüfen. Kontrollieren Sie die FFP-Maske auch auf mögliche Beschädigungen. Maske öffnen und Nasenclip mit einem Finger vorformen, unteres Kopfband über den Kopf ziehen und im Nacken platzieren. Mit dem Kinn einsteigen, danach über die Nase ziehen. Oberes Kopfband oberhalb der Ohren platzieren, mit den Laschen in Position bringen, Kopfband individuell anpassen. Nasenclip mit beiden Zeigefingern anpassen, dichten Sitz der Maske prüfen - bei Luftaustritt erneut anpassen."

Vorsicht Bart

Barthaare verringern übrigens die Dichtheit und die Wirkung der Atemschutzmaske. Und es gilt zu bedenken: FFP-Masken sind Einmalartikel. Nach der Benutzung sind sie korrekt zu entsorgen. Die Benutzungsdauer ist auf etwa acht Stunden ausgelegt. Das Tragen dieser Masken über einen längeren Zeitraum kann durch den Widerstand beim Ausatmen sehr anstrengend sein, so der VKI.

Beim Abnehmen der FFP-Maske soll die äußere Oberfläche nicht mit Mund, Nase, Schleimhäuten oder ungeschützten Händen in Berührung kommen. Anschließend gilt es, unverzüglich die Schutzhandschuhe zu wechseln bzw. die Hände zu waschen und desinfizieren.

S E R V I C E - Artikel auf Konsument.at: http://go.apa.at/9FXXWKRW)

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