Daily life in Milan during Phase Two

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Wissen Gesundheit
05/08/2020

Mysteriöse Kinder-Erkrankung auch in den USA

Entzündete Blutgefäße, Fieber und Hautausschlag: Nach einigen Fällen in Europa, zeigen sich auch bei Kindern in den USA Symptome.

Kinder zählen zwar nicht zur Corona-Risikogruppe, dennoch wurde bei Kindern in Europa im April eine entzündliche Erkrankung festgestellt, die mit dem Corona-Virus in Verbindung stehen könnte.

Nun sind auch bei mehreren Kindern in den USA ungewöhnlich schwere Erkrankungen festgestellt worden. 64 Kinder im Bundesstaat New York zeigten Symptome wie entzündete Blutgefäße, Fieber und Hautausschlag, teilte die zuständige Gesundheitsbehörde mit. Auch aus anderen US-Bundesstaaten wurden Fälle gemeldet.

Ende April verschickte die britische "Pediatric Intensive Care Society" eine Warnmeldung an Ärzte in Spanien, Italien und Großbritannien, wonach in den Wochen zuvor die Zahl der Kinder mit einer entzündlichen Erkrankung gestiegen sei, die eine spezielle Intensivpflege erforderlich macht. 

Das Syndrom, so heißt es in dem Warnschreiben, sei wahrscheinlich eine Überreaktion des körpereigenen Immunsystems.

Der spanische Verband für Pädiatrie ortete bei Kindern im schulpflichtigen Alter ein "ungewöhnliches Bild von Bauchschmerzen, begleitet von gastrointestinalen Symptomen", die innerhalb von nur wenigen Stunden zu einem Schock, niedrigen Blutdruck und sogar zu Herzproblemen führen könnten. 

Kawasaki-Syndroms

Es wurde auch berichtet, dass die Fälle Merkmale des toxischen Schocksyndroms oder der Kawasaki-Krankheit, einer seltenen Blutgefäßerkrankung, aufweisen. Zu den Kawasaki-Symptomen zählen hohe Temperatur, die bis zu fünf Tage oder länger anhalten kann, Ausschläge und geschwollene Drüsen im Nacken. 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und Ärzteverbände warnten Eltern bereits vor Panik - die überwiegende Zahl der Kinder, die sich mit dem Coronavirus infizierten, habe einen sehr milden Verlauf der Krankheit und erhole sich komplett.

"Es bleibt eine sehr seltene Erkrankung", sagte auch die New Yorker Gesundheitsbeauftragte Oxiris Barbot.