Impfstoff von Johnson & Johnson zeigt Wirksamkeit von 66 Prozent

Impfstoff von Johnson & Johnson zeigt Wirksamkeit von 66 Prozent
Für die hohe Wirksamkeit ist nur eine Impfung erforderlich.

Nach Novavax berichtet der nächste Pharmakonzern über eine erfolgreiche Corona-Impfstoff-Studie: Das US-Unternehmen Johnson & Johnson teilte am Freitag mit, dass sein Einzeldosis-Impfstoff (ein Vektorvirusimpfstoff) eine Wirksamkeit von 72 Prozent zeigte.

Die Studie mit 44.000 Probanden wurde in acht Ländern auf drei Kontinenten durchgeführt: 44 Prozent der Teilnehmer stammt aus den USA, dort wurde eine Wirksamkeit von 66 Prozent beobachtet.

Der Schutz vor einem mittelschweren und schweren Verlauf betrug in Südafrika, wo bekanntlich eine besorgniserregende Virus-Mutation breit auftritt, rund 57 Prozent. In Südamerika hingegen 66 Prozent und in den USA sogar 85 Prozent.

Etwas mehr als ein Drittel der Freiwilligen war über 60 Jahre alt.

Eine Immunisierung gegen mehrere Virus-Varianten trat 28 Tage später ein. Der Vorteil des Impfstoffs liegt nicht nur in der Verabreichung einer einzelnen Impfung, sondern auch darin, dass er nur bei Kühlschrank-Temperaturen gelagert werden muss. Aus diesem Grund planten die US-Gesundheitsbehörden, auf diesen Impfstoff-Kandidaten großflächig zu setzen. Auch die EU hat einen Vertrag mit Johnson & Johnson über 200 Millionen Dosen plus einer Option auf weiteren 200 Millionen Dosen abgeschlossen.

"Dieses Level der Prävention schützt möglicherweise Hunderte Millionen Menschen vor schwerwiegenden und tödlichen Folgen von Covid-19", sagte Paul Stoffels, wissenschaftlicher Leiter von Johnson & Johnson. Und weiters: "Wir lernen, dass es unterschiedliche Wirksamkeiten bei Impfstoffen in verschiedenen Teilen der Welt gibt."

Das Unternehmen möchte bereits kommende Woche um eine Notfall-Zulassung in den USA ansuchen.

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