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Wissen Gesundheit
10/16/2020

Impfstoff von Biontech und Pfizer könnte kurz vor Zulassung stehen

Biontech und Pfizer gehören neben Moderna und AstraZeneca zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff.

Das deutsche Biotechunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer peilen bei positiven Studienergebnissen mit ihrem Corona-Impfstoff einen Zulassungsantrag Ende November an. Ende Oktober könnten die beiden Partner wissen, ob der Impfstoff wirksam sei, erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla am Freitag.

In der dritten Novemberwoche könnten die Unternehmen genügend Daten zur Sicherheit des Impfstoffes vorliegen haben. Unter der Annahme positiver Daten könnte bald nach Erreichen dieses Sicherheitsmeilensteins eine Notfallgenehmigung in den USA beantragt werden.

Biontech bestätigte den Zeitplan, äußerte sich aber nicht weiter dazu. Die Aktien von Biontech und Pfizer legten nach der Nachricht im vorbörslichen Handel an der Wall Street deutlich zu.

Bisher ist international noch kein Corona-Impfstoff auf dem Markt. Russland hatte im August als weltweit erstes Land einen Impfstoff zugelassen, der aber weniger als zwei Monate an Menschen getestet wurde.

Weltweit wird fieberhaft an Impfstoffen gegen das Coronavirus geforscht und US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt angekündigt, dass ein solcher noch vor den Präsidentschaftswahlen am 3. November zur Verfügung stehen könnte. Danach sieht es aber nicht aus.

Biontech und Pfizer gehören neben dem US-Biotechkonzern Moderna und der britischen AstraZeneca zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff.

Die Studie von AstraZeneca liegt in den USA aber nach der Erkrankung eines Probanden immer noch auf Eis, obwohl sie in anderen Ländern wieder aufgenommen wurde, und Moderna erwartet Studienergebnisse im November.

In Europa hatte die europäische Arzneimittelagentur in der vergangenen Woche den Einreichungsprozess für den Biontech-Impfstoff eingeläutet, um eine spätere Zulassung zu beschleunigen. Biontech hatte in Aussicht gestellt, dass von dem Impfstoff bei einer Genehmigung bis Ende 2020 weltweit bis zu 100 Millionen Einheiten und bis Ende 2021 rund 1,3 Milliarden Einheiten hergestellt werden könnten.

Der im vergangenen Monat angekündigte Kauf einer Produktionsstätte im hessischen Marburg vom Schweizer Pharmakonzern Novartis soll die Produktionskapazitäten darüber hinaus deutlich ausweiten.

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