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Wissen Gesundheit
09/20/2020

Aerosole: So könnten Luftfilter gegen Covid-19 helfen

Laut einer neuen Studie könnten spezielle Geräte die Virenlast in geschlossenen Räumen extrem minimieren.

Lösungen, um Innenräume in der Corona-Pandemie frei von Viren zu machen, haben Hochkonjuktur. Die Installierung spezieller Filtersysteme sehen manche als Möglichkeit für stark frequentierte Räume wie Klassenzimmer oder Arztpraxen. Forscher der Universität der Bundeswehr in Deutschland haben nun in einer Studie die Effizienz von Raumfiltern untersucht.

Der Physiker Christian Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik erklärt, die Ergebnisse könnten sehr effektiv sein, berichtet die Süddeutsche Zeitung.  "Mithilfe der Filter werden indirekte Infektionen, die bei einer hohen Virenlast im Raum auftreten können, weitestgehend verhindert." Er sieht darin einen guten Schutz, empfiehlt aber zusätzlich zu Plexiglas-Trennwänden, um auch eine direkte Ansteckung zu vermeiden.

Wichtig ist ebenso, welche Filter benutzt werden. "Wenn man einen guten Filter will, der Sars-CoV-2-Viren zuverlässig aus der Luft entfernt, dann muss es ein H14-Schwebstofffilter sein, der nach der EU-Norm EN1822-1 geprüft ist", sagt Kähler. Andere Filter wie etwa sogenannte H13-Filter würden nur mehr Bakterien, die größer als Viren sind, abtrennen.

Erfasst kleinste Aerosol-Partikel

Laut der Studie von Kähler sind effektive Geräte sogar in der Lage, kleinste Aerosolpartikel mit einem Durchmesser von 0,1 bis 0,3 Mikrometer zu 99,995 Prozent aus der Luft gefiltert.

Selbst die besonders schwierig abzuscheidenden Aerosolpartikel zwischen 0,1 und 0,3 Mikrometer Durchmesser werden Kählers Studie zufolge zu 99,995 Prozent aus der Luft abgeschieden.

Ein weiteres Kriterium sei auch der Volumenstrom, der bei den meisten Geräten zu gering ist.  Für einen 40 m² großen Raum mit einem Volumen von 100 m³ muss das Gerät folglich 600 m³ pro Stunde leisten, sagt Köhler.

Was viele Verantwortungsträger, etwa im Schulbereich, von einem Einsatz zusätzlich abhält, ist die Kostenfrage. Denn für ein Profi-Gerät für nur ein Klassenzimmer muss man mit rund 3.000 Euro rechnen.

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