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Serie
02/06/2014

Was hilft bei Liebeskummer?

Erste Hilfe bei Liebeskummer in der KURIER-Serie "Was hilft bei...?"

von Elisabeth Gerstendorfer

Glaubt man der Statistik, haben heute 30-Jährige in ihrem Leben sieben feste Beziehungen – und mindestens einmal leidet jeder unter heftigem Liebeskummer. Doch obwohl sehr viel von Liebe und Beziehung gesprochen wird, ist Trennungsschmerz ein Tabu. "Wenn es einem nach einer Trennung schlecht geht, erfindet man oft einen anderen Grund. Liebeskummer ist eben keine Krankheitsdiagnose, die vom Arbeitgeber als solche anerkannt wird", sagt Gabriele Vyskocil. Für die Persönlichkeitstrainerin ist der Verlust des Partners vergleichbar mit einem Trauerfall und kann zu Ängsten, sozialer Isolation, Appetitlosigkeit oder Heißhunger, Depression sowie psychosomatischen Beschwerden wie Kopf- und Bauchschmerzen, Kreislaufproblemen, Schlaflosigkeit und innerer Unruhe führen.

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Verarbeitung in Phasen

Besonders Menschen, die sich über die Beziehung definieren oder die von anderen stark abhängig sind, fällt es schwer, Trennungen zu akzeptieren. Liebeskummer kann aber nicht nur auftreten, wenn eine Beziehung zu Ende geht, sondern auch, wenn Liebe nicht erwidert wird. In beiden Fällen verläuft er in Phasen. Die erste Phase des Schocks und Nicht-Wahrhaben-Wollens geht über in eine zweite Phase mit Gefühlen der Wut und Hilflosigkeit. "Hier erscheint alles nur mehr Grau in Grau. Viele gehen eine neue Beziehung ein, um den Schmerz nicht bewältigen zu müssen", sagt Vyskocil, die Coachings zur Bewältigung anbietet. Dies helfe aber nur kurzfristig, da die eigentliche Ursache unbewältigt bleibt. Erst in der dritten Phase folgt Neuorientierung, Positives rückt wieder in den Vordergrund. In der vierten Phase des Liebeskummers gelingt es, die Trennung zu akzeptieren und einen Neuanfang zu starten.

Bis zu sechs Wochen je Jahr

Die Verarbeitung eines Beziehungsendes ist zwar individuell unterschiedlich, dauert im Schnitt aber vier bis sechs Wochen je Beziehungsjahr. "Je länger eine Beziehung gedauert hat, umso schwieriger ist die Bewältigung und umso länger dauert es in der Regel, sie zu verarbeiten. Allerdings können auch kurze Beziehungen sehr intensiv sein", so Vyskocil.

Und auch zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede: Während Männer kaum über Trennungsschmerz sprechen, suchen Frauen den Austausch. "Bei Männern ist das Thema noch stärker tabuisiert als bei Frauen. Frauen reden untereinander mehr."

Gesundheits-ABC

Weitere Tipps für Ihre Gesundheit finden Sie hier: "Was hilft bei...?"
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