Was hilft bei trockener Haut im Winter?

Heizungsluft, zu warme Räume und kalter Wind reizen die Haut. 10 Tipps zum Schutz in der KURIER-Serie "Was hilft bei...?"

Intensivere Pflege als im Sommer. Bei Temperaturen unter acht Grad Celsius produzieren die Talgdrüsen in der Haut weniger Fett - der schützende Fettfilm an der Hautoberfläche geht verloren, die Haut wird brüchiger und trocknet aus. Besonders wichtig für die Hautpflege im Winter sind daher fett- und feuchtigkeitshaltige Lotionen. Schnelle Abhilfe bei trockenen Stellen schaffen Cremes mit den Wirkstoffen Urea, Hyaluronsäure oder Vitamin E. Sie unterstützen  die Haut dabei, Wasser zu speichern. Panthenol stärkt den Heilungsprozess gereizter Haut. Pflanzliche Öle wie Oliven- oder Mandelöl machen die Haut geschmeidig. Lieber Duschen als baden. So schön ein heißes Bad im Winter ist, es strapaziert die Haut. Beim Baden verliert der Schutzfilm der Haut seine schützenden Wirkstoffe. Ist die Haut wie im Winter ohnehin schon trocken, wird dieser Effekt durch ein Bad verstärkt. Besser sind kurze warme, aber nicht zu heiße Duschen. Wer doch ab und zu ein Bad nehmen möchte, sollte nicht länger als 20 Minuten in der Wanne bleiben und das idealerweise bei einer Wassertemperatur von 35 bis 38 Grad. Beim Abtrocknen nicht mit dem Handtuch rubbeln, sondern abtupfen. Nach dem Duschen oder Baden ziehen Cremes und Lotionen sehr gut ein und helfen, den Schutzfilm wieder aufzubauen. Regelmäßiges Peeling. Hautschuppen, die durch trockene Haut entstanden sind, lassen sich gut mit Körperpeelings entfernen. So wird die Haut wieder samtig weich: 100 ml Olivenöl, 200 g Honig und 200 g Meersalz (am besten aus dem Toten Meer) vermischen. Das Peeling auf der Haut einreiben und dann abwaschen. Auch ein Peeling aus Zucker zu gleichen Teilen vermischt mit Olivenöl macht die Haut wieder munter. Achtung: Das Peeling auf Dekolleté und Gesicht nicht zu intensiv einmassieren, da hier die Haut dünner ist und es leichter zu Reizungen kommen kann. Ebenfalls effektiv: Massagehandschuhe aus Sisal, Seide oder Baumwolle. Wechselduschen. Der Wechsel von kaltem und warmem Wasser auf der Haut fördert ihre Durchblutung, wodurch wichtige Nährstoffe rascher an strapazierte Stellen transportiert werden. Nach der ersten Überwindung gewöhnt man sich rasch an die morgendliche Wechseldusche, die nicht nur den Kreislauf in Schwung bringt und die Haut strafft, sondern auch das Immunsystem stärkt. Zunächst mit warmem Wasser beginnen, dann mit dem kalten Wasser von den Füßen langsam über Hände und Arme bis zur Schulter nach oben arbeiten. Schließlich Bauch und Rücken kalt abduschen. Wer mag, kann auch zu Eiswürfeln greifen. Dieser Wechsel aus warm und kalt sollte dreimal wiederholt werden. Die Wechseldusche immer mit kaltem Wasser abschließen. Sie beugt auch Orangenhaut vor. Gesicht und Hände speziell pflegen. Jene Hautbereiche, die nicht durch Kleidung geschützt werden, trocknen im Winter leicht aus. Hände und Gesicht brauchen daher eine tägliche Pflege mit fettenden Cremes. Ab und zu vertragen die exponierten Stellen ein spezielles Verwöhnprogramm, etwa eine Gesichtsmaske oder ein Bad für die Hände. Topfenmaske: Eine halbe Avocado pürieren, mit einem Teelöffel Zitronensaft und einem Esslöffel mageren Topfen vermischen. Buttermilch unterrühren bis ein dicklicher Brei entsteht. Im Liegen auf das Gesicht auftragen und circa zehn Minuten einwirken lassen. Anschließend mit lauwarmem Wasser abwaschen. Lippen nicht vergessen. Die Lippen sind Kälte und Sonneneinstrahlung am stärksten ausgesetzt. Ihnen fehlen Talg- und Schweißdrüsen, die für eine schützende Schicht sorgen. Trocknen sie aus, werden sie rasch rau, spröde und rissig. Abhilfe verschafft ein pflegender Lippenbalsam, möglichst ohne Glycerin, da dies zusätzlich Feuchtigkeit entziehen würde. Viele Lippenpflegen enthalten Paraffine und andere Erdölvarianten oder synthetische Öle wie Silikone. Achten Sie bei der Liste der Inhaltsstoffe darauf, dass Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Cera Microcristallina, Hydregenated Plydecene oder Polyisobutene nicht enthalten sind. Über den Mund gelangen diese Erdölprodukte direkt in den Körper und können sich dort ablagern. Ab und zu ein Saunagang. Beim Saunieren reagiert die Haut auf die Hitze, indem sich die Blutgefäße weiten, die Durchblutung nimmt zu und die Oberflächentemperatur der Haut steigt an - nach circa 15 Minuten auf 40 bis 42 Grad Celsius. Die Versorgung der Haut verbessert sich. In der Abkühlphase danach verengen sich die Gefäße wieder. Ähnlich wie bei der Wechseldusche werden so die Gefäße trainiert und zur dauerhaft besseren Durchblutung angeregt – die Haut trocknet weniger leicht aus. Das Schwitzen in der Sauna bewirkt außerdem eine schonende Reinigung der Haut: verhornte Hautzellen lösen sich und können abgespült werden. Empfehlung: Honig-Aufgüsse, bei denen der Körper nach dem ersten Aufguss mit Honig eingerieben wird. Hautpflege von innen. Die Haut besteht zu einem großen Teil aus Wasser, über das sie Schadstoffe und Abbauprodukte absondert. Wasser, Kräuter- und Früchtetees versorgen die Haut von innen mit Feuchtigkeit – zumindest eineinhalb bis zwei Liter Flüssigkeit pro Tag sind dazu notwendig, koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Schwarztee nicht eingerechnet. Unterstützend wirken frisches Obst und Gemüse, da sie der Haut Vitamine, Spurenelemente und Feuchtigkeit liefern. Milch- und Vollwertprodukte sowie Fisch enthalten ebenfalls Nährstoffe, die die Haut stärken. Wer seine Haut schonen möchte, verzichtet besser auf Nikotin und Alkohol. Spezialfall Nägel. Rissige Nagelbetten sind ein Zeichen trockener Haut. Neben regelmäßigem Eincremen schützt Provitamin A. Es kann etwa über Karotten oder Karottensaft aufgenommen werden. Achtung: Provitamin A kann nur in Verbindung mit Fetten verwertet werden, daher immer gemeinsam mit fetthaltigen Lebensmitteln wie Nüssen und Olivenöl zuführen. Ein Bad in Olivenöl beugt ebenfalls brüchigen Nägeln vor. Dazu eine Schüssel ein paar Zentimeter mit Olivenöl füllen und die Fingerspitzen für circa fünf Minuten hineinhalten. Den Ölfilm danach nicht abwaschen, sondern mit einem Wattepad abwischen. Das Ölbad kann mehrmals pro Woche angewendet werden. Trockener Heizungsluft vorbeugen. In beheizten Räumen ist die Luft sehr trocken und entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Die Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Büroräumen sollte etwa 50 Prozent betragen. Um die Luftfeuchtigkeit zu verbessern, helfen Luftbefeuchter, aber auch Stoßlüften, mehrmals täglich. Auch Grünpflanzen erhöhen die Luftfeuchtigkeit. 
Weitere Tipps für Ihre Gesundheit finden Sie hier: "Was hilft bei...?"

Im Winter wird die Haut besonders strapaziert: Trockene Heizungsluft entzieht ihr Feuchtigkeit und macht sie empfindlich und rau. Kalter Wind im Freien lässt die Blutgefäße zusammenziehen und reduziert damit Sauerstoff- und Nährstoffversorgung.

In warmen Räumen verdunstet die Feuchtigkeit, die zum Ausgleich an die Hautoberfläche transportiert wird. Die Folge können Symptome wie Spannungsgefühl, Juckreiz, Schuppen und kleine Einrisse etwa rund um das Nagelbett sein. Wie Sie Ihre Haut im Winter mit 10 einfachen Tipps unterstützen können:

(kurier) Erstellt am
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