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Zweite Millionenpleite einer Traditionsunternehmensgruppe

Eine Fortführung der Unternehmen ist laut AKV nicht beabsichtigt, die Schließung bereits beschlossen. 91 Jobs stehen vor dem Aus.
Das Wort „insolvent“ ist durch ein Loch in einem grünen Blatt Papier sichtbar.

80 Jahre nach ihrer Gründung steht die Heidenbauer-Gruppe vor dem endgültigen Aus. Vier Auffanggesellschaften, die nach den Insolvenzen von 2025 als Rettungsversuch gegründet worden waren, haben am Donnerstag beim Landesgericht Leoben Konkursanträge gestellt. 91 Arbeitsplätze stehen laut AKV vor dem Aus.

Betroffen sind die Heidenbauer Dach Wand GmbH (13 Mitarbeiter), die Heidenbauer Management GmbH (8 Mitarbeiter), die Heidenbauer Metallbau GmbH (54 Mitarbeiter) sowie die Heidenbauer Pools GmbH (16 Mitarbeiter). Eine Fortführung der Unternehmen ist laut AKV nicht beabsichtigt, die Schließung bereits beschlossen.

Zweite Insolvenz binnen eines Jahres

Bereits 2025 waren fünf Gesellschaften der Gruppe insolvent geworden: die Heidenbauer Dach Wand GmbH, die Heidenbauer Aluminium GmbH, die Heidenbauer Stahl und Tragwerk GmbH, die Heidenbauer Edelstahl GmbH sowie die HEK Beteiligung GmbH. Daraufhin wurde unter Einbindung von Experten eine Restrukturierung eingeleitet und eine „Heidenbauer-Gruppe-Neu“ mit vier Auffanggesellschaften aufgestellt.

Die Unternehmen waren in den Bereichen Metallbau, Dach- und Fassadensysteme, Stahlbau, Tragwerksbau sowie Edelstahlpools tätig. Zu den Kunden zählten private, gewerbliche und industrielle Auftraggeber. Auch medizinische Möbel gehörten zum Produktportfolio.

Die Insolvenzursachen

Als Insolvenzursache nennen die Geschäftsführungen in den Konkursanträgen, dass die Hausbank Finanzierungsleistungen nicht oder verspätet erbracht habe. Nach einer Liquiditätskrise sei Zahlungsunfähigkeit eingetreten. Diese Darstellung ist bisher nicht überprüft, eine Stellungnahme der Bank liegt nicht vor.

Laut AKV seien seit Ende November 2025 alle Restrukturierungsmaßnahmen in den Bereichen Betriebs-, Finanz- und Liquiditätsplanung planmäßig umgesetzt worden. Wie es trotzdem zum neuerlichen Scheitern kam, bleibt unklar.

Ein Vermögensstatus liegt noch nicht vor. Angaben zu Schulden, Gläubigern oder verfügbarem Vermögen können derzeit nicht gemacht werden. 

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