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Wirtschaft
08/02/2019

Zollstreit: Wer die wahren Handelsschurken sind

Nach China hat der US-Präsident die EU im Visier. Das verheißt nichts Gutes. Zerstört Trump den Freihandel? Oder ist es Notwehr?

von Hermann Sileitsch-Parzer

Es wird offenbar Ernst für Europas Industrie. Das Weiße Haus hat für Freitagabend eine Mitteilung zur EU angekündigt. Kommen jetzt die Strafzölle für europäische Autos, die US-Präsident Donald Trump angedroht hatte?

Die Börsianer gingen offenbar davon aus, die Aktien der deutschen Autohersteller lagen untertags vorsorglich tief im Minus: VW, Daimler und BMW verloren zwischen 1,4 und 3,8 Prozent an Wert.

Die Ankündigung kam einen Tag nach dem Keulenschlag gegen China-Importe. Ab 1. September heben die USA zehn Prozent Preisaufschlag auf Waren im Wert von 300 Milliarden Dollar ein. Betroffen sind viele Konsumartikel, die in den USA verkauft werden: Spielwaren, Kleidung, Schuhe, Haushaltsartikel. So gut wie alle Waren aus China sind jetzt von US-Strafzöllen erfasst.

Wird Trump als Zerstörer des freien Welthandels in die Annalen eingehen? Oder ist es Notwehr? Ein Faktencheck.