© KURIER/Gerhard Deutsch

Kredite
10/31/2014

Zahlen zur Verschuldung – so richtig zum Gruseln

Gänsehaut pur liefert die globale Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privaten.

Heute schon so richtig gegruselt? Beim Durchblättern von Kredit- und Schuldenstatistiken taucht garantiert der eine oder andere Horror auf. Ein Beispiel aus der Bankenwelt der Eurozone: Bei den größten Instituten, die die EZB jetzt untersucht hat, ist der Berg an faulen Krediten auf 879 Milliarden Euro angewachsen. Das sind neun Prozent der Wirtschaftsleistung der Eurozone.

Gänsehaut pur liefert die globale Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privaten. Die macht schon fast 100 Billionen Dollar (100 mit 12 Nullen hinten dran) aus. Könnte ein Mensch drei Dollarscheine pro Sekunde zählen, von der Geburt bis zum 85. Geburtstag, würde er 12.400 Leben brauchen, um diese Summe zu zählen. Dann wäre die Verschuldung allerdings bereits um vieles höher geworden.

Jüngere und Männer beim Veranlagen risikofreudiger

Trotz der tiefen Sparzinsen zeigen sich überraschenderweise 34 Prozent der Österreicher mit dem Gebotenen zufrieden. Das zeigt eine Umfrage von Marketagent.com unter 1035 Personen im Auftrag der Arbeiterkammer. Vor allem über 50-Jährige tendieren zu einfachen und weniger ertragreichen Sparprodukten (45 Prozent), bei den Jüngeren sind es nur 32 Prozent. Männer investieren riskanter als Frauen. 34 Prozent der Männer, aber 43 Prozent der Frauen möchten weniger Ertrag, dafür eine sichere Sparanlage. Bei Wertpapieren sind es sogar 67 Prozent der Frauen, jedoch nur 50 Prozent der Männer.

Trotz eBanking (nutzen 84 Prozent) und Selbstbedienung in der Filiale (66 Prozent) möchten 56 Prozent ihre Bankgeschäfte am Schalter abwickeln. "Filialschließungen werden von Kunden nicht gutgeheißen", folgert AK-Experte Christian Prantner. 78 Prozent bevorzugen persönliche Beratungsgespräche, nur 30 Prozent eMail und 22 Prozent am Telefon. Videoberatung ist mit drei Prozent nicht gefragt. Gar keine Beratung brauchen ebenfalls nur drei Prozent. Ständige Beraterwechsel werden abgelehnt. Bei Problemen und Produktberatung wünschen sich drei Viertel der Befragten einen fixen Ansprechpartner; ebenso viele günstigere Girokonten.

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