Wirtschaft
05.12.2011

Zahl der ausländischen Arbeitslosen steigt

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit war ausschließlich auf die Entwicklung bei den Inländern zurückzuführen.

Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich weiter rückläufig. Im Juli suchten 209.743 Menschen einen Job (-0,9 Prozent). Ergänzt man diese Zahl um die Personen, die eine Arbeitsmarktschulung besuchten, waren es 262.904: um fast 11.000 weniger als im Juli 2010. Die Zahl der Schulungsteilnehmer (rund 53.000) sank um rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Langzeitarbeitslosen gab es einen Rückgang der Jobsuchenden von 26 Prozent auf 4787. Bis auf Wien und Kärnten gab es überall ein Minus bei den vorgemerkten Arbeitslosen. Besonders hervorzuheben: In Vorarlberg ging die Zahl um 16,3 Prozent zurück. Hier gibt es mit 17 Prozent auch das größte Plus an offenen Stellen.

Besonders im Bereich der Warenherstellung brummte im Juli 2011 der Arbeitsmarkt, hier ging die Zahl der Arbeitslosen um 13,8 Prozent zurück. Auch am Bau (-4,8 Prozent) und im Handel (-4,1 Prozent) war die Entwicklung erfreulich. Im Tourismus gab es hingegen ein Plus von 0,3 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen gar von fünf Prozent.

Lehrlinge

Bei den Lehrstellensuchenden wurde ein Minus von 6,8 Prozent registriert, bei den offenen Stellen hingegen ein Zuwachs von 7,3 Prozent.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit war ausschließlich auf die Entwicklung bei den Inländern zurückzuführen. Denn die Zahl der arbeitslos gemeldeten ausländischen Personen stieg im Jahresvergleich deutlich: Insgesamt waren es 38.031 Menschen, das sind um 8,9 Prozent mehr als im Juli 2010.

Der Anstieg ist dabei zum Teil auf die neuen EU-Beitrittsländer zurückzuführen (+17 Prozent). Konkret waren es z.B. 24 Prozent mehr Polen, 23 Prozent mehr Slowaken oder 12 Prozent mehr Ungarn. Aber auch die Arbeitslosigkeit aus den "alten" EU-Ländern stieg um fast sechs Prozent.

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