Wirtschaft
05.06.2018

Wieder Hausdurchsuchungen bei Strabag und auch bei Porr

Ermittelt wird der Staatsanwaltschaft zufolge wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen.

Derzeit finden in fünf österreichischen Niederlassungen des Bauunternehmens Strabag Hausdurchsuchungen statt, teilte das Unternehmen selber am Dienstag mit. Ermittelt werde der Staatsanwaltschaft zufolge wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen. Die heutige Aktion stehe im Zusammenhang mit Durchsuchungen, die im Mai 2017 bei zahlreichen österreichischen Bauunternehmen erfolgten. Bereits am Montag wurden an Neiderlassungen des Mitbewerbers Porr hausdurchsuchungen durchgeführt wie Porr Sprecherin sandra Bauer dem KURIER bestätigt.

"Wir bestätigen, dass die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft gestern auch bei mehreren TEERAG-ASDAG und PORR Standorten Hausdurchsuchungen durchgeführt hat", heißt es in eine Porr-Stellungnahme. "Die Hausdurchsuchungen stehen im Zusammenhang mit den seit 2017 laufenden Ermittlungen gegen eine Vielzahl in Österreich ansässiger Bauunternehmen wegen des Vorwurfs rechtswidriger Absprachen - vorwiegend in den Bundesländern Kärnten, der Steiermark und Niederösterreich. Die PORR AG kooperiert selbstverständlich vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden und untersucht die Vorwürfe intern gemeinsam mit der Rechtsanwaltskanzlei Baker & McKenzie."

Projekte von 2006 bis 2015

Im Fokus seien Projekte in Österreich aus den Jahren 2006-2015. Der größte Teil beziehe sich auf den Verkehrswegebau "bei einer Reihe österreichischer Bauunternehmen". Aufgrund des laufenden Verfahrens wolle die Strabag vorerst keine weiteren Auskünfte erteilen, aber das Unternehmen "bekennt sich zu einer raschen Aufklärung der von den Behörden vorgebrachten Verdachtsmomente" und "unterstützt selbstverständlich weiterhin die Ermittlungen der Behörden und wird im Fall von nachgewiesenem Verschulden angemessene Konsequenzen ziehen", heißt es in der Aussendung. Das hauseigene Compliance-System untersage Preisabsprachen ausdrücklich.