Preisvergleiche zahlen sich beim Tanken aus.

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Wirtschaft
02/18/2022

Wie sich der Preis an der Zapfsäule zusammensetzt

Die Schwankungen beim Rohölpreis wirken sich beim Tanken nicht eins zu eins aus.

von Martin Meyrath

Die Preise für Diesel und Superbenzin sind derzeit auf einem Höchststand. Das liegt zwar am hohen Ölpreis, allerdings schlagen dessen Schwankungen nicht eins zu eins durch.

Der KURIER hat beim Autofahrerclub ÖAMTC und dem Fachverband der Mineralölindustrie in der Wirtschaftskammer (WKO) nachgefragt, wie sich die Preise an der Zapfsäule zusammensetzen (siehe Grafik).

Zum einen entstehen natürlich in Vertrieb und Raffinerie weitere Kosten, etwa für Personal. Diese müssen immer abgedeckt werden und wirken stabilisierend, weil sie zumindest nicht im selben Ausmaß mitschwanken.

Außerdem entfällt gut die Hälfte der Tankrechnung auf Steuern. Neben der Umsatzsteuer gibt es die Mineralölsteuer, die nicht prozentuell, sondern als fixe Abgabe pro Liter eingehoben wird.

Dass diese beim Diesel mit 39,7 Cent niedriger ist als beim Superbenzin mit 48,2 Cent, wird als „Dieselprivileg“ bezeichnet. Das ist auch der Grund, warum Diesel die Endverbraucher nicht mehr kostet, obwohl es der teurere Treibstoff ist.

Hätte die Mineralölsteuer für Diesel im Jahr 2021 ebenfalls 48,2 Cent pro Liter betragen, wären dem Staat dadurch nach Berechnung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) Mehreinnahmen in Höhe von 660 Millionen Euro zugefallen.

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