© Westbahn/Attila Alfoeldi

Wirtschaft
09/26/2020

Westbahn droht mit Abbau von 100 Arbeitsplätzen

Die steigenden Infektionzahlen drücken auf die Reiselust. Das bekommt auch die Westbahn zu spüren.

von Simone Hoepke

Beim ÖBB-Mitbewerber Westbahn könnten bis zu 100 Jobs gestrichen werden, teilt das Unternehmen in einer Presseaussendung mit. "Um den Fortbestand der privaten Bahn für die Kundinnen und Kunden und die Mehrzahl der MitarbeiterInnen zu sichern, könnte es nunmehr zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte notwendig sein, den Abbau von rund 100 Stellen durchzuführen", teilte das Management in dem Schreiben mit.

Offenbar wollen derzeit viele vorsichtshalber nicht mehr Bahn fahren, da die Infektionszahlen wieder steigen. Gleichzeitig werde das Angebot aufrechterhalten. Das kostet Geld.

Ruf nach Hilfe

Doch bisher habe das Klimaschutzministerium keine weitere finanzielle Unterstützung für die Westbahn zugesagt, teilt die Unternehmensleitung mit und erläutert in dem Schreiben: "Um den Fortbestand der privaten Bahn für die Kundinnen und Kunden und die Mehrzahl der MitarbeiterInnen zu sichern, könnte es nunmehr zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte notwendig sein, den Abbau von rund 100 Stellen durchzuführen." Bleibt die Westbahn unter den verschärften Corona-Rahmenbedingungen wirtschaftlich auf sich alleine gestellt, "so muss dies mit dem absoluten Minimum an MitarbeiterInnen erfolgen, um möglichst viele Zugangebote für die Kundinnen und Kunden sichern zu können und dennoch Verluste nicht ausufern zu lassen."

Derzeit würde es Gespräche mit dem Ministerium geben.

Der Chef der Gewerkschaft vida, Roman Hebenstreit, forderte die Regierung auf, die von der Corona-Krise schwer getroffenen Bahnen zu unterstützen. Die Beschäftigten der österreichischen Bahnen hätten mit ihren Beschäftigten Österreich auch während des Lockdowns am Laufen gehalten. Nun müsse den Unternehmen und dem Personal unter die Arme gegriffen werden, forderte Hebenstreit am Samstag in einer Aussendung.

Die Westbahn fährt die Strecke Wien-Salzburg. Für diese Verbindung gibt es normalerweise keine finanzielle staatliche Unterstützung, auch nicht für die staatlichen Bundesbahnen (ÖBB). Wegen der Corona-Krise wurde aber eine Notvergabe für diese Strecke durchgeführt, die am 7. Oktober ausläuft.

Durch diese haben die ÖBB wie auch die Westbahn eine finanzielle Unterstützung vom Bund erhalten. Weiters wird die ÖBB-Güterverkehrssparte durch eine Eigenkapitalspritze des Eigentümers Bund und durch die Senkung der Schienenmaut gestützt. Laut ÖBB-Chef Andreas Matthä gab es bei der Staatsbahn keine coronabedingten Kündigungen, es seien auch keine geplant.

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