Wirtschaft 05.12.2011

Wer mehrsprachig ist, muss mehr verdienen

Handelsangestellte: Die Gewerkschaft entdeckt nun auch die Migranten als Zielgruppe.

GPA-djp-Vize Karl Proyer lässt mit der Kritik aufhorchen, wonach Handelsangestellte, die ihre Kunden mehrsprachig beraten, zu niedrig bezahlt würden. "Berät ein Beschäftigter mit beispielsweise ungarischer Muttersprache einen Kunden auf Ungarisch, muss er laut Kollektivvertrag in der besser bezahlten Verwendungsgruppe 3 eingestuft werden und nicht in Stufe 2", erläutert Proyer. Das sei aber mehrheitlich nicht der Fall.

Konkret nennt Proyer die Elektroketten MediaMarkt und Saturn, wo die Zahl der Mitarbeiter mit ungarischer und slowakischer Muttersprache hoch sei. Zuletzt hätten sich Anfragen zu diesem Thema gehäuft.

Falsche Einstufungen

"Durch die Bank" falsche Einstufungen vermutet die Gewerkschaft auch bei den Führungskräften im Handel. Zumindest ein Drittel der Angestellten in leitenden Funktionen würde zu wenig verdienen, schätzt Proyer und kündigte eine verstärkte Überprüfung der richtigen Einstufung in Handelsbetrieben an.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011