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Wirtschaft
08/27/2020

Weitere Expansion bei Oberbank möglich

Auf dem deutschen Markt gibt es laut Bankchef Franz Gasselsberger „große Chancen“.

von Anita Kiefer

Die oberösterreichische Oberbank ist an einer weiteren Expansion ihres Filialnetzes – stark gegenläufig zum Trend in der Branche – interessiert. An den Ausbauplänen mit der Eröffnung von sechs weiteren Standorten (vier in Deutschland, einer in der Slowakei, einer in Ungarn) noch im heurigen Jahr werde man festhalten, betont Bankchef Franz Gasselsberger gegenüber dem KURIER.

Obwohl man für kommendes Jahr „eigentlich nicht viel“ geplant habe, sei der deutsche Markt sehr interessant – er schließt deswegen auch 2021 weitere Filialeröffnungen nicht aus, will aber keine Details verraten. Dies gelte auch für Ungarn und die Slowakei, wobei Deutschland „Hauptschwerpunkt“ sei.

Einen fixen Zenit an Filialen gebe es zwar an und für sich nicht, so Gasselsberger. Allerdings soll gewährleistet sein, dass er und seine Vorstandskollegen „Filialleiter und wichtige Kunden“ regelmäßig besuchen könnten. Eine „endlose Anreihung von Filialen“ werde es jedenfalls nicht geben.

Mit dem ersten Halbjahr seiner Bank zeigte er sich zufrieden. Zwar lag der Halbjahres-Gewinn bei 17,4 Millionen Euro (nach 118,4 Millionen Euro im Vorjahr), dies sei aber Bewertungseffekten aufgrund von Marktverwerfungen geschuldet.

Das Zinsergebnis lag mit 169,8 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahr, das Provisionsergebnis stieg um 8,1 Prozent auf 86,7 Millionen Euro. Die Risikokosten würden sicher steigen, so Gasselsberger, die Risikovorsorgen liegen aktuell bei 9,5 Millionen Euro. Wie hoch, das könne er aber nicht abschätzen. Beunruhigt sei er ob dieses Umstands nicht.

Gefragt nach dem Status quo in Sachen Frauenpolitik bei der Oberbank (Zielvorgabe bis 2030: 40 Prozent, Stand 2019: 21 Prozent) spricht Gasselsberger vom „Bohren harter Bretter“. Man liege aktuell bei 23 Prozent.

Was den über ein Jahr andauernden Rechtsstreit der 3-Banken-Gruppe, zu der die Oberbank ja gehört, mit der Unicredit-Tochter Bank Austria angeht, meint Gasselsberger: Von fünf Urteilen seien fünf zugunsten der 3-Banken-Gruppe entschieden worden. Das wünsche er sich auch für die noch anhängigen Gerichtsverfahren. 

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