Eine Vega-Rakete kurz vor dem Start im Jahr 2015

© Screenshot/ESA

Wirtschaft
11/16/2020

VEGA-Rakete startet mit Hitzeschutzschildern aus Oberösterreich

Die Schutzschilder sind vollständig aus Titan gefertigt und werden in Holzhausen bei Wels hergestellt.

Ein junges Unternehmen aus Oberösterreich schreibt Raumfahrtgeschichte. Das Unternehmen Peak Technology mit Sitz in Holzhausen bei Wels hat "bereits in der Vergangenheit mit innovativen Leichtbauteilen und Hochdrucktanks sowohl in der Formel 1 als auch in der Raumfahrt neue Maßstäbe setzen".

"Wenn am 17.November 2020 um 02:52 Uhr vom Raumfahrtzentrum Französisch-Guayana die nächste VEGA-Trägerrakete ins Weltall aufbricht, wird Peak Technology das einzige österreichische Unternehmen sein, das bei der Entwicklung und Lieferung von Bauteilen für die VEGA-Serie mitgewirkt und diesen Erfolg gemeinsam mit europäischen Partnern ermöglicht hat", heißt es in einer Aussendung.

Jetzt Erstflug

„Nach rund zwei Jahren Entwicklungszeit und den damit verbundenen tausenden Arbeitsstunden, werden unsere Hitzeschutzschilder endlich ihren Erstflug haben“,sagt Dieter Grebner, Geschäftsführer von Peak Technology.

Die Schutzschilder, die in der Fachsprache „Aerothermal Cover“, kurz ATC, genannt werden, schirmen das „Roll and Attitude Control System“, kurz RACS, vor Hitze ab. Diese sind für die Neigungs- und Rotationslenkung und somit für die gewünschte Flugbahnlenkung in den Orbit verantwortlich. Das ATC ist dabei vollständig aus Titan gefertigt und wird komplett in Holzhausen und in modernster CNC-Technologie hergestellt.

Die bereits jetzt rasch wachsende Bedeutung von innovativen Zukunftstechnologien, wie sie in der Raumfahrt Verwirklichung finden, wird weiter ansteigen.

„Österreich beginnt langsam zu erkennen, dass in der Raumfahrt und den damit verbundenen Technologien die Möglichkeit zur Positionierung als europäischer Wissens- und Innovations-Hub steckt. Andere Länder und vor allem außereuropäische Investoren stecken bereits seit vielen Jahren hohe Summen in die Entwicklung und den Erwerb von Technologien und Know-How, insbesondere in der Luft- und Raumfahrt", sagt Dieter Grebner.

Von Förderungen profitiert

Und weiters sagt er: "Um unseren Vorsprung nicht nur zu halten, sondern weiter ausbauen zu können, sind wir auf zielgerichtete, staatliche Förderungsprogramme angewiesen. Wir durften in der Vergangenheit bereits von solchen Förderungen profitieren und hoffen, auch in Zukunft auf die Unterstützung seitens der Republik Österreich bauen zu können. Das enorme Potential, das in der Raumfahrt steckt, ist sowohl für unser Unternehmen als auch für unser Land eine große Chance und wir freuen uns darauf, dieser Erfolgsgeschichte noch viele neue Kapitel hinzuzufügen.“

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