Urlaub in Kroatien ist nun nicht mehr ganz so leicht

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
12/10/2020

Um ein Fünftel weniger Urlaubsreisen im Sommer

Urlaubsreisen im Inland legten um ein Drittel zu. "Aktivurlaub" erstmals Hauptmotiv für Reise

Von Juli bis September sind die Österreicher wegen der Coronapandemie wenig überraschend deutlich weniger verreist als üblich. Die Urlaubsfahrten inklusive Verwandten- und Bekanntenbesuchen brachen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16,8 Prozent ein. Es gibt aber deutliche Unterschiede zwischen In- und Auslandreisen.

Die Zahl der Urlaubsreisen ging damit von 7 auf 5,9 Millionen zurück und jene der Reisenden um ein Fünftel (-20,6 Prozent) auf 3,4 Millionen. Inlandsreisen stiegen hingegen stark an, so die Statistik Austria.

Weniger Nächtigungen

Die Zahl der Haupturlaubsreisen mit zumindest vier Übernachtungen brach um 31,2 Prozent auf 2,8 Millionen ein. Der Trend zu Kurzreisen mit ein bis drei Nächtigungen wurde in der Coronakrise hingegen gestärkt. Sie stiegen immerhin um 4,6 Prozent auf 3,1 Millionen an. Der Anteil der Kurzurlaubsreisen hat damit jenen der Haupturlaubsreisen überholt und lag im dritten Quartal bei 51,7 Prozent (2019: 41,4 Prozent).

Während die Inlandsreisen beinahe um ein Drittel (+31,6 Prozent) auf 4,2 Millionen Urlaubsreisen zulegten, halbierte sich die Anzahl der Urlaubsreisen ins Ausland um 56,4 Prozent auf 1,7 Millionen (2019: 3,8 Mio.). Italien, unangefochten die beliebteste Auslandsdestination der österreichischen Wohnbevölkerung, registrierte eine Abnahme um 38,7 Prozent auf 0,5 Millionen Urlaubsreisen

Gestiegen ist das Reisemotiv des "Aktivurlaubs" (2020: 28,6 Prozent, 2019: 17,4 Prozent), der erstmals den "Erholungsurlaub" (2020: 21,3 Prozent, 2019: 19,5 Prozent) im Ranking der beliebtesten Sommerreisezwecke vom ersten auf den dritten Rang verdrängte.

Dahinter folgten, wie auch im Vorjahressommer an zweiter Stelle, "Verwandten- und Bekanntenbesuche" (+6,6 Prozentpunkte auf 25,5 Prozent, 2019: 18,9 Prozent). Der Anteil an "Kultur- und Städteurlauben" nahm um 8,3 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent ab (2019: 15,1 Prozent), ebenso verlor das Motiv "Strand- und Badeaufenthalt" an Bedeutung (-7,6 Prozentpunkte auf 11,0 Prozent; 2019: 18,6 Prozent).

 

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