Uber will Delivery Hero für 12,7 Milliarden Euro schlucken
Zusammenfassung
- Uber bietet den Aktionären von Delivery Hero 41,50 Euro je Aktie und bewertet den deutschen Essenslieferanten damit mit rund 12,7 Mrd. Euro.
- Die Übernahme ist an eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie geknüpft, wobei Uber sich inklusive Derivaten bereits knapp 37 Prozent gesichert hat.
- Großaktionär Prosus stimmt dem Verkauf seiner 16,8-prozentigen Beteiligung zu, nachdem Uber seine Beteiligung seit dem Einstieg im April auf 24,99 Prozent ausgebaut hat.
Der Fahrdienstvermittler und -Essenslieferant Uber greift nach Delivery Hero. Der US-Konzern legte den Aktionären des deutschen Essenslieferanten am Donnerstag ein Angebot über 41,50 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem Transaktionsvolumen von etwa 12,7 Mrd. Euro. Der Großaktionär Prosus habe zugestimmt, seine knapp 17-prozentige Beteiligung an Delivery Hero abzugeben.
Uber macht die Übernahme von einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie abhängig. Inklusive Derivaten hatte sich Uber zuvor bereits knapp 37 Prozent der Anteile an Delivery Hero gesichert.
Uber hat Anteil seit Einstieg schon auf knapp 25 Prozent ausgebaut
Uber war erst im April bei Delivery Hero eingestiegen und hat seine Beteiligung inzwischen auf 24,99 Prozent ausgebaut. Derivate eingeschlossen haben die Amerikaner sogar Zugriff auf knapp 37 Prozent der Anteile. Berichten zufolge hat sich Uber bereits das Anteilspaket des Hongkonger Investors Aspex Management gesichert. Ende Mai hatte Uber eine Offerte über 33 Euro je Aktie für Delivery Hero in Aussicht gestellt, war damit aber angesichts des gestiegenen Aktienkurses abgeblitzt.
Zweitgrößter Aktionär von Delivery Hero ist der niederländische Investor Prosus mit 16,8 Prozent. Er muss seinen Anteil eigentlich wegen der Übernahme des Delivery-Hero-Rivalen Just Eat Takeaway bis zum Spätsommer auf weniger als zehn Prozent abbauen, hat die EU aber wegen der veränderten Lage um Aufschub gebeten.
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