Wirtschaft
14.01.2013

"System Bahn" bringt Wachstum und Jobs

Der Ausbau der Bahn half 2012 mit, eine Rezession zu verhindern.

Das „System Bahn“ – Bahnunternehmen plus Bahnindustrie – erwirtschaftet in Österreich mit 8,4 Milliarden Euro Umsatz 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Weitere 0,6 Prozent der Wirtschaftsleistung generieren die Infrastrukturinvestitionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Economica Instituts im Auftrag der Industriellenvereinigung (IV).

Die ÖBB als größtes Unternehmen des Sektors sind – so Economica-Chef und IV-Chefvolkswirt Christian Helmenstein – überdies ein wichtiger Faktor auf dem Arbeitsmarkt. Die Investitionen in die Infrastruktur sichern allein 24.000 Arbeitsplätze. Ohne Infrastrukturinvestitionen wäre Österreich laut ÖBB-Chef Christian Kern 2012 in die Rezession geschlittert. Dazu kommt, dass die ÖBB und die Bahnindustrie überdurchschnittlich viele Lehrlinge ausbilden und damit dem Facharbeitermangel entgegenwirken.

Die Bahnindustrie – die laut Helmenstein mit den ÖBB einen gut funktionierenden Heimmarkt hat – profitiert auch im Export. 71 Prozent der bahnbezogenen Produktion – etwa Schienen und Weichen von der voestalpine oder Siemens-Drehgestelle – gehen ins Ausland, Österreich ist weltweit der fünftgrößte Exporteur auf diesem Sektor.