Steyr Automotive startet Serienproduktion von Elektro-Lkw
Zusammenfassung
- Bei Steyr Automotive hat die Serienproduktion des Elektro-Lkw Etopas 600 begonnen, der für 42 Tonnen Gesamtzuggewicht und rund 600 Kilometer Reichweite ausgelegt ist.
- Der E-Lkw kombiniert chinesische Antriebstechnik mit europäischen Zulieferteilen, erste Fahrzeuge gingen an DHL und die Testflotte legte seit März 2026 mehr als 70.000 Kilometer im Realbetrieb zurück.
- Trotz neuer Modelle von Anbietern wie Mercedes-Benz, Volvo und MAN bleibt der Elektroanteil bei schweren Lkw in Deutschland wegen des lückenhaften Ladenetzes unter einem Prozent.
Bei Steyr Automotive hat die Serienproduktion eines E-Lastkraftwagens begonnen, der aus chinesischen und europäischen Teilen besteht. Der Etopas 600 sei für ein Gesamtzuggewicht von 42 Tonnen ausgelegt und habe eine Reichweite von rund 600 Kilometern, teilte die Firma Superpanther mit. Sie ist ein 2022 in China gegründetes Nutzfahrzeugunternehmen.
Aus China stammten unter anderem wesentliche Antriebselemente, zu den europäischen Zulieferern zählten Firmen wie Schaeffler, ZF, Infineon und Continental, hieß es. Eines der ersten Exemplare des E-Lkw ging an das Logistikunternehmen DHL.
Testflotte legte im Realbetrieb 70.000 Kilometer zurück
„Europa braucht keinen weiteren importierten Lkw. Europa braucht einen Industriepartner“, sagt Chao Liu, Chef von Superpanther. In diesem Fall werde die chinesische Technologieplattform mit europäischer Fertigung, Validierung und Servicekompetenz verbunden.
Seit März 2026 habe die Kundentestflotte in Deutschland und Österreich im Realbetrieb mehr als 70.000 Kilometer zurückgelegt. Zu den weiteren Anbietern von E-Lkw zählen etwa Mercedes-Benz, Volvo und MAN.
Nach Darstellung des deutschen Transportgewerbes gibt es inzwischen zwar sehr interessante Modelle, allerdings sei das Ladenetz für diese Fahrzeuge in Deutschland sehr lückenhaft.
Das sei ein Grund, warum unter den schweren Lkw der Elektroanteil bei weniger als einem Prozent liege, sagte der Vorstand des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Dirk Engelhardt, der Deutschen Presse-Agentur unlängst.
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