Wirtschaft
03.04.2012

Spekulationen um Konrads Zukunft

Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad zieht sich laut Medienbericht bereits Ende Juni zurück. Die Nachfolger könnten bald fixiert werden.

Raiffeisen-Generalanwalt Christian Konrad habe einen fixen Zeitplan für seinen Rückzug und werde bereits Ende Juni seine Agenden an Raiffeisen-Zentralbank-Chef Walter Rothensteiner übergeben. Das wären zwei Jahre vor Ablauf der Amtszeit als Generalanwalt. Das berichtet das Wirtschaftsblatt.

Konrad sagte dazu: "Interessante Spekulationen; die Generalversammlungen am 4. Mai werden entscheiden." Der oberste Raiffeisen-Chef wird im Juli 69 Jahre alt. Konrad hat immer betont, vor dem 70er aufhören zu wollen. Einige seiner elf Aufsichtsratsmandate wolle er aber behalten, heißt es.

Die Obmannschaft in der Raiffeisen Holding soll der bisherige operative Holding-Chef und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien-Vorstand Erwin Hameseder von Konrad übernehmen. Statt Hameseder dürfte ein "Überraschungskandidat" kommen – aber nicht Ex-Finanzminister Josef Pröll. Laut Standard handelt es sich um Klaus Buchleitner, Chef der Raiffeisen Ware Austria (RWA). Der 59-jährige Rothensteiner soll RZB-Chef bleiben und den Job als Generalanwalt eineinhalb Perioden machen.

Konrad würde das Amt des Generalanwalts nach zwölf Jahren abgeben. Die Raiffeisen Holding ist die mit Abstand größte private Beteiligungsgesellschaft im Land.