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Wirtschaft
12/05/2011

"Slovakian Airlines" startet ab Dezember

Von Bratislava aus sollen "mehrere europäische Destinationen" angesteuert werden. Austro-Airline Robin Hood endgültig Pleite.

Eine neue slowakische Fluglinie mit dem Namen Slovakian Airlines startet Mitte Dezember von Bratislava aus. Das bestätigte der Generaldirektor der Airline, Miroslav Kaliciak, gegenüber der slowakischen Wirtschaftstageszeitung Hospodarske noviny.

Anfang November will die Fluglinie den Verkauf von Flugtickets starten. Slovakian Airlines verstehe sich dabei selbst nicht als Low-Cost-, sondern als eine vollwertige Fluglinie, so Kaliciak weiter.

"Die ersten regelmäßigen Flüge werden nach England, Italien, Spanien und Russland gehen, allerdings verhandeln wir immer noch über die Destinationen", sagte der Vorstandschef und Mitbesitzer von Slovakian Airlines, Arnold Medzihradsky. Man plane aber nicht mit jenen Destinationen, die bereits andere Fluglinien von Bratislava aus anfliegen.

Eigentum

Neben Medzihradsky ist die Gesellschaft Mika Holding aus der britischen Insel Jersey, hinter der die armenische Fluglinie Armavia steht, Miteigentümerin der Slovakian Airlines. Gerade mit Armavia wolle Slovakian Airlines zusammenarbeiten. In der Praxis soll es so funktionieren, dass die Passagiere, die aus dem armenischen Eriwan nach Bratislava kommen, anschließend von der Slovakian Airlines in weitere europäische Destinationen befördert würden. Genauso sollte es auch in der Gegenrichtung laufen.

Bis zum Ende des Jahres will Slovakian Airlines drei Maschinen vom Typ Boeing 737-500 haben. Die erste von ihnen wurde am gestrigen Dienstag bereits feierlich getauft. "Jetzt warten wir noch auf ein Gutachten, auf Basis dessen wir dann die Lizenz für die kommerzielle Luftfahrt erhalten sollten", sagte Kaliciak.

Austro-Pleite

In der Causa um die steirische Pleite-Airline "Robin Hood" dürfte der letzte Vorhang gefallen sein. Eine für Mittwoch angesetzte Flugzeugversteigerung wird nicht stattfinden, da die Maschine nicht einmal mehr im Eigentum der hoch verschuldeten Fluglinie steht.

Rechtsanwalt und Masseverwalter Heimo Hofstätter stellt klar: "Endgültiges Ende, keine Chance, weil zum einen niemand mehr da ist, der bereit ist, das zu finanzieren, und zum anderen glaube ich auch, dass die Passagiere endgültig das Vertrauen verloren haben."

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