APA12465840-2 - 25042013 - WIEN - ÖSTERREICH: Eine Ansicht der Firmenzentrale des Technologiekonzern Siemens AG Österreich, aufgenommen am Donnerstag, 25. April 2013, in Wien. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Personalabbau
07/16/2013

Siemens: In Österreich sollen 500 Jobs wegfallen

Zwei Standorte in Wien und VAI Linz sind am stärksten betroffen. Der Einschnitt ist aber geringer als befürchtet.

Der im April angekündigte Jobabbau beim deutschen Technologiekonzern Siemens dürfte in Österreich geringer ausfallen als befürchtet. Statt kolportierter 1000 Stellen werden hierzulande 500 Arbeitsplätze abgebaut, schreibt die Presse unter Berufung auf einschlägige Informationen. Insgesamt werden zehn Bereiche umstrukturiert, für die es seit Mai einen Rahmensozialplan gibt. Hauptbetroffen sind zwei Standorte in Wien sowie der Industrieanlagenbauer Siemens VAI in Linz.

- Als fix gilt dem Zeitungsbericht zufolge, dass Siemens im Energiebereich die Produktion von großen Gaskraft- und Gaskombikraftwerken zurückfährt bzw. Standorte verlagert. In Österreich hätte es hier alle 230 Beschäftigten erwischen können, jetzt scheine es aber zu gelingen, als neues Geschäftsfeld die Produktion von kleinen Gas- und Dampfkraftwerken zu etablieren. Damit könnten 150 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Außerdem, so die Zeitung, müsste dazu der Vertrieb neu aufgebaut werden, wofür rund 60 Mitarbeiter benötigt würden.

- Im sogenannten Lösungsgeschäft - schlüsselfertige Gesamtlösungen für die Energiewirtschaft - stünden von den ursprünglich kolportierten 100 nun 50 Stellen zur Disposition.

- Bei der Siemens Corporate Technology (CT) in Wien, die dem Bereich Gesundheit/Medizintechnik zuarbeitet, sollen 50 Jobs gestrichen werden, in der Verwaltung und im Controlling 20 Stellen.

- Bei der VAI in Linz könnten 175 der 1622 Mitarbeiter gehen müssen. Das Transformatorenwerk in Weiz in der Steiermark könnte mit einem blauen Auge davonkommen: 20 bis 30 der 1200 Arbeitsplätze sollen dort wegfallen.

Siemens-Sprecher Harald Stockbauer wollte dazu gegenüber der Zeitung keine Stellungnahme abgeben. "Wir kommentieren in laufenden Verhandlungen keine Zahlen." Konzernchef Peter Löscher werde im Herbst eine Gesamtschau des Restrukturierungsprogramms vornehmen.

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