Wirtschaft
09.12.2011

Shopping ist krisenresistent

Der Handel hat am 8. Dezember von einer Euro-Krise kaum etwas bemerkt. Die Österreicher sind in guter Kauflaune.

Während in Brüssel fieberhaft nach einer Lösung der Euro-Krise gesucht wird, lassen sich die Österreicher die Kauflaune nicht verderben. Quer durch das Bundesgebiet zeigten sich die Händler zufrieden. Profitiert haben einmal mehr die großen Einkaufszentren und die Einkaufsmeilen wie die Wiener Mariahilfer Straße. Wobei das schlechte Wetter am Vormittag noch für einen überschaubaren Andrang sorgte.

In Niederösterreich verlautete das Shopping City Süd (SCS), man merke "keine Spur von einer Euro-Krise". Die Wiener zog es bevorzugt in die Einkaufszentren. Besonders nachgefragt seien am Feiertag Elektro- und Bekleidungswaren gewesen, so die Wirtschaftskammer. In Oberösterreich begann der 8. Dezember eher ruhig. Es wird von Umsätzen wie an einem durchschnittlichen Einkaufstag unter der Woche ausgegangen. In der Steiermark erwartete der Handel stagnierenden bis leicht fallenden Umsatz. Große Hoffnungen setzt man auf Freitag und Samstag: Für das verlängerte Wochenende wird der Hauptumsatz im diesjährigen Weihnachtsgeschäft erwartet.

Blauer Himmel in Tirol

Kritisch äußerten sich die Salzburger Händler. "An die Ergebnisse eines langen Einkaufssamstages im Advent kommen wir nicht mehr heran", bilanzierte Johann Peter Höflmaier, Geschäftsführer der Sparte Handel in der Salzburger Wirtschaftskammer. Dieser Trend sei schon seit Jahren festzustellen. Besser war die Laune in Tirol. Bei strahlend blauem Himmel und verschneiten Bergen tummelten sich die Tiroler in den Einkaufszentren. Im größten Einkaufszentrum, dem DEZ im Süden Innsbrucks, waren die Parkplätze am Nachmittag beinahe zur Gänze ausgelastet. Besonders groß war das Interesse bei Besuchern aus Südtirol und dem süddeutschen Raum. Auch im sonnigen Vorarlberg war der Andrang groß. "Es ist überall sehr belebt und die Geschäfte sind ganz zufrieden", freute sich etwa Rainer Troy von der Wirtschaftsgemeinschaft (WIGEM) Bregenz.

Dafür hielt sich die Freude in Kärnten in Grenzen. Die Klagenfurter Innenstadt zeigte sich gut besucht. Volle Einkaufssackerln in den Händen der Flanierer waren aber weniger dicht gesät. Abseits der City Arkaden, dem größten Einkaufszentrum der Landeshauptstadt, und den wichtigsten Einkaufsstraßen waren auch geschlossene Geschäfte zu finden. Aus dem Burgenland hieß es: "Nachdem Freitag und Samstag noch zwei volle Einkaufstage sind, haben die Leute den 8. Dezember noch nicht so intensiv genutzt." Vor allem der Luxussektor habe sich jedoch gut entwickelt.

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