Molkereien SalzburgMilch und Pinzgau Milch dürfen fusionieren
Die Molkereien SalzburgMilch und Pinzgau Milch haben von der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) grünes Licht für ihre Fusion erhalten. Die Behörde sehe darin "weder eine Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung noch eine sonstige Behinderung für einen wirksamen Wettbewerb", teilten die Kartellwächter am Donnerstag mit. SalzburgMilch erwirbt stufenweise einen Anteil von 40 Prozent bis schließlich 89,9 Prozent und damit alleinige Kontrolle bei Pinzgau Milch.
Die beiden Unternehmen hatten ihre Pläne für einen Zusammenschluss im vergangenen November verkündet. Zwischen den beiden Molkereien bestand bereits eine Partnerschaft, diese solle nun etwa in den Bereichen Milchsammlung und Milchverarbeitung, in der Logistik, dem Vertrieb sowie der Verwaltung vertieft werden. Sämtliche Standorte in der Stadt Salzburg, in Lamprechtshausen, Maishofen und Kössen sollen erhalten bleiben und in einem "Gesamtkonzept" weiterentwickelt werden, hieß es damals.
Zustimmung nach vertiefter Prüfung
Die Zustimmung der Kartellhüter erfolgte aufgrund der starken Marktstellung beider Firmen im Zuge einer vertieften Prüfung. Dabei seien die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe, Molkereien und Rohmilcherfasser sowie der Lebensmitteleinzelhandel detailliert befragt worden. Ein besonderes Augenmerk habe man dabei auf die Bäuerinnen und Bauern gelegt, die das Vorhaben auch zu einem großen Teil begrüßt hätten.
Für diese sieht auch die BWB Vorteile, da das fusionierte Unternehmen bzw. die fusionierte Genossenschaft zu 90 Prozent im Eigentum der Landwirte selbst stehen werde.
Zuletzt beschäftigte SalzburgMilch gut 450 Beschäftigte und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 350 Mio. Euro. Eigenangaben zufolge ist sie damit die drittgrößte Molkerei Österreichs. Pinzgau Milch beschäftigt aktuell rund 250 Mitarbeiter und kam zuletzt auf 170 Mio. Euro Jahresumsatz.
Zusammen werden die beiden Molkereien nach Angaben vom vergangenem November von 3.400 Milchlieferanten beliefert.
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