RZB zahlte mehr als 500 Mio. an Steuern

Walter Rothensteiner hält 1,9 Mrd. Euro für machbar: "Wir haben auch Gewinne".
Foto: KURIER/Gerhard Deutsch Walter Rothensteiner: Raiffeisen-Zentralbank-Chef.

Höhere Steuern und Verwaltungsaufwendungen sorgten für einen geringeren Konzerngewinn im Jahr 2011.

Trotz sinkendem Jahresgewinn um 34 Prozent auf 472 Millionen Euro, sprach Raiffeisen Zentralbank-Chef Walter Rothensteiner am Dienstag bei der Präsentation der Bilanz von einem "guten Ergebnis" 2011. Das Jahr sei, ob regulatorischer Belastungen und schwierigem wirtschaftlichen Umfeld, "wieder kein Normal-Jahr" gewesen. Die Erträge seien dennoch relativ stabil geblieben, reüssierte der RZB-Chef.

Belastet wurde das Ergebnis unter anderem durch hohe steuerliche Vorschreibungen. Insgesamt habe man im Vorjahr allein in Österreich 520 Millionen Euro an den Staat abgeführt. Damit sei die RZB laut Rothensteiner in eine Liga mit dem bisher größten Steuerzahler, den Österreichischen Lotterien, aufgestiegen.

Leasing

Sorgen bereitete auch die Raiffeisen Leasing, die mit minus 99 Millionen zu Buche schlug. Das dritte Verlustjahr in Folge kostete dem Leasing-Management den Job. Laut zuständigem RZB-Vorstand Johannes Schuster sei vor allem das Italien- und Deutschland-Geschäft schlecht gelaufen. Die Vorgabe für heuer sei "eine schwarze Null".

Hauptfokus der RZB sei bis 30. Juni laut Rothensteiner das Erreichen der von der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) geforderten harten Kernkapitalquote von 9,0 Prozent. Diese sei "in Reichweite".

Trotz dieser Herausforderung zahlt die RZB 140 Millionen Euro Dividende an die Republik für das Staatskapital und schüttet 160 Millionen Euro an die Aktionäre aus. Man sei "ziemlich überzeugt", die EBA-Vorgaben sogar überzuerfüllen, sagte Rothensteiner. Vor diesem Hintergrund den Aktionären zu sagen: "Ihr bekommt keine Dividende", sei nicht argumentierbar.

 

(KURIER) Erstellt am
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