Rumänien und Italien verhageln VIG die Bilanz

Auch Hochwasser belastet das Ergebnis im Halbjahr.

Die Vienna Insurance Group (VIG, Wiener Städtische) musste im Halbjahr einen empfindlichen Ergebniseinbruch hinnehmen. Der Gewinn vor Steuern fiel um 32 Prozent auf 206 Mio. Euro. Verantwortlich dafür waren vor allem Wertberichtigungen und Vorsorgen in Rumänien und Italien. „Rumänien befindet sich operativ im schwarzen Bereich“, sagt VIG-Chef Peter Hagen. Aber die wirtschaftliche Entwicklung sei nicht rosig. Dies sei vor allem im Kfz-Geschäft zu spüren, wo „Billigstanbieter“ bevorzugt würden. Ein Rückzug käme für die VIG aber nicht infrage, Hagen wartet auf Besserung der Lage.

Ebenfalls Probleme mit dem Kfz-Bereich gibt es in Italien, wo sich die Geschäfte der zur VIG gehörenden Donau Versicherung nicht den Erwartungen entsprechend entwickeln würden.

Rumänien und Italien verhageln VIG die Bilanz
Die Leistungen an Kunden durch die Unwetterschäden verdreifachten sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr auf 226 Mio. Euro (davon 50 Mio. in Österreich). 72 Mio. Euro muss die VIG in ihrer Bilanz schlucken, den Rest übernehmen Rückversicherer. „Die Schäden sind geringer als 2002“, sagt Hagen. Dies zeige, dass die seit damals getätigten Maßnahmen greifen würden.

70 Prozent des Vorsteuergewinns werden in Osteuropa erzielt. Hagen ist daher weiter an Zukäufen in der Region interessiert, insbesondere in Polen, Ungarn, der Ukraine und im Baltikum. „Wir schauen uns regelmäßig Unternehmen an.“

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