Erste-Analyst: ATX-Schwergewichte wie RBI oder Telekom Austria werden nächstes Jahr wieder Gewinne schreiben.

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Geldanlage
12/04/2014

Reichlich Potenzial bei Aktien der Börse Wien

Prognose: 2015 ziehen Konzerngewinne an.

von Christine Klafl

Für Anleger, die breit in Wiener Aktien investiert sind, ist es heuer alles andere als optimal gelaufen. Seit Jahresbeginn hat der Leitindex ATX an die elf Prozent verloren. Die Index-Konkurrenten aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz oder den Niederlanden liegen durchwegs im Plus. Die magere Entwicklung des ATX habe nur am Rande mit der Ukraine-Russland-Krise zu tun, sagen die Aktienexperten der Erste Group. Von dieser Krise seien eigentlich nur Immofinanz und Raiffeisen Bank International (RBI) betroffen, der Einfluss der Krise sei daher überbewertet, so Erste-Chefanalyst Fritz Mostböck. Viel mehr wiegt, dass sich die Unternehmensgewinne schlechter entwickelt haben als erwartet. 12 der 20 ATX-Unternehmen mussten zum Teil deutliche Gewinnrevisionen vornehmen, im Durchschnitt seien die Gewinne um 14 bis 15 Prozent gesunken.

Laut Prognose der Erste-Experten soll nächstes Jahr alles besser werden. Treibstoff für die Aktienkurse sollte dabei von den Unternehmensgewinnen kommen. Nach dem heurigen Rücksetzer sollten die 2015 um rund 48 Prozent anziehen. "Das klingt wirklich spektakulär", gibt Erste-Analyst Günther Artner zu. Die imposante Zahl habe aber auch damit zu tun, dass ATX-Schwergewichte wie RBI oder Telekom Austria nächstes Jahr wieder Gewinne schreiben werden. Die Erste Group selbst ist übrigens in der Prognose nicht enthalten – über das eigene Haus dürfen Analysten nichts sagen. Aber auch die Erste Group sollte 2015 in die Gewinnzone zurückkehren.

Kauftipps

In Summe erwarten die Erste-Experten, dass der ATX nächstes Jahr im leicht zweistelligen Bereich zulegen wird. Sie sehen Immobilien-Aktien als klare Profiteure der Niedrigzinsphase und empfehlen hier die Buwog und die s-Immo zum Kauf. Zudem sollten sich Anleger auf Unternehmen konzentrieren, die vom starken Dollar, vom schwachen Ölpreis oder sogar von beidem profitieren. Als Beispiele nennen sie RHI, Andritz, AT&S und ACC. Mit der Abspaltung des Immo-Bereichs bleibt die Porr ein Top-Pick. Bei der Strabag dürfen Anleger auf höhere Gewinne hoffen, die UNIQA bietet eine Dividendenrendite von fast fünf Prozent.

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