Yelllow: Post will im Mobilfunk mit Service punkten
Zusammenfassung
- Die Post startet am 1. April mit ihrer Mobilfunkmarke Yelllow und setzt preislich auf das Mittelfeld.
- Statt auf Kampfpreise will die Post mit Service und ihrem großen Filialnetz punkten und peilt 300.000 Kundinnen und Kunden in fünf Jahren an.
- Das Angebot umfasst 5G- und Seniorentarife sowie Zusatzpakete, Internet für zuhause und Geräte in den Filialen.
Am Wiener Rochusplatz ist es nicht zu übersehen. Über mehrere Stockwerke auf der Fassade der Unternehmenszentrale affichiert, zeigt dort die Post ihre Mobilfunkmarke Yelllow auf einem überdimensionierten Plakat. Den Einstieg des Unternehmens ins Mobilfunkgeschäft hat man bereits seit längerem angekündigt, am kommenden Mittwoch, den 1. April, soll es soweit sein.
Gefunkt wird im Netz des früheren Schwesterunternehmens A1. Mit 5G-Tarifen ab knapp unter 10 Euro für 75 GB Daten, 1.000 Gesprächsminuten liegt man preislich im Mittelfeld. Günstiger ist etwa das Drei-Subunternehmen Hörbi, das Anfang März mit Preisen von 7,5 Euro (200 GB, 150 Minuten) an den Start ging. Senioren lockt man mit einem auf 10 GB Daten und 4G zurechtgestutzten Tarif mit 2.000 Gesprächsminuten für 8,09 Euro.
Am Wiener Rochusplatz nicht zu übersehen: Die Postfiliale mit einem Plakat der neuen Mobilfunkmarke der Post
Ziel: 300.000 Kundinnen und Kunden
Auf aggressive Kampfpreise habe man bewusst verzichtet, sagte Post-Chef Walter Oblin am Donnerstag bei der Präsentation der Mobilfunkmarke. Man sei günstiger als die Premium-Anbieter und mit den Diskontern auf Augenhöhe. Die drei "l" im Markennamen spielen auf Empfangsbalken auf Smartphone-Displays an und sollen wohl auch Signalstärke symbolisieren.
Punkten will die Post mit Service und ihrem 1.700 Filialen umfassenden Vertriebsnetz. "Unsere Mitarbeiter helfen beim Einlegen der SIM-Karte", sagte Oblin. Vor der Filiale könne man dann bereits telefonieren. Die Mobilfunkmarke ist Teil der neuen Post-Strategie, die unter dem Motto "Mehr als Post" steht und mit der das Unternehmen "Grundversorgerin für wesentliche Dienstleistungen im Alltag" werden will.
Angepeilt werden ähnlich viele Kundinnen und Kunden, wie sie die Bank 99 hat. Nach fünf Jahren sind es dort 300.000. Im Mobilfunkmarkt würde das einem Marktanteil von knapp über zwei Prozent entsprechen.
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Ergänzt wird das Mobilfunkangebot von Internettarifen für zuhause, Zusatzpakete und Smartphones und Routern in den Post-Filialen. Dort wurden die Mitarbeiter neu eingekleidet. In ein "modernes funktionaleres Outfit", wie Oblin sagte, der die Mobilfunkmarke selbst im schwarzen Hoodie präsentierte: "Krawatten und weiße Blusen sind Geschichte."
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