APA10358594-2 - 23112012 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA 242 WI - Der österreichische Glücksspielkonzern Novomatic steigt als Finanzinvestor beim Nahversorger dayli (ehemals Schlecker) ein, gab dayli-Eigentümer Rudolf Haberleitner am Freitag, 23. November 2012, in einer Aussendung bekannt. Im Bild: Eine Dayli-Filiale in Wien. APA-FOTO: ROBERT JAEGER

© APA/ROBERT JAEGER

Insolvenz
04/08/2014

Posse um dayli-Pleite beendet

Drogeriekette ist erst jetzt offiziell in Konkurs – 134 Millionen Euro Forderungen.

von Kid Möchel

Anfang Juli 2013 ist über die Drogeriemarktkette dayli (TAP dayli Vertriebs GmbH) ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden, 3468 Mitarbeiter verloren ihre Jobs. Bereits Mitte Juli mussten die Filialen geschlossen werden. Doch dayli-Gesellschafter Rudolf Haberleitner hielt laut KSV1870 am Sanierungsplan fest, der den Gläubigern 25 Prozent Quote bringen sollte. Von Anfang an stand die Erfüllung des Sanierungsplans unter keinem guten Stern war, weil sich kein Investor fand.

„Das Gericht hat sehr viel Geduld mit Herrn Haberleitner gehabt. So ist die Sanierungsplantagsatzung von Dezember auf März verlegt worden“, weiß Otto Zotter vom KSV1870 in Linz. „Nachdem im März 2014 noch immer kein Investor und keine Aussicht auf Geld da war, ist auch diese zweite Tagsatzung abberaumt worden und die Richterin hat das Verfahren zum Konkurs erklärt.“

Haberleitner ging das offenbar gegen den Strich, er legte Rechtsmittel (Beschwerde) gegen diese Entscheidung ein. „Das Oberlandesgericht Linz hat am Montag rechtskräftig bestätigt, dass das Insolvenzverfahren wegen Unerfüllbarkeit des angebotenen Sanierungsplanes unter der Bezeichnung Konkursverfahren abgewickelt wird“, sagt Zotter. „Die Masseverwalter werden nun die restlichen Verwertungsmaßnahmen fortsetzen.“

Mittlerweile sind die Forderungen auf 133,9 Millionen Euro in die Höhe geschnellt, weil u.a. die Forderungen der 3468 Mitarbeiter angemeldet wurden. Auch der Insolvenzverwalter der deutschen Schlecker-Kette, der Vorgängerfirma von dayli, will 19 Millionen Euro aus dem Massetopf. Die Quotenaussichten für die Gläubiger sind mager. Laut KSV1870 wird die Quote in einem „einstelligen Prozentbereich“ liegen.

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