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Wirtschaft
03/19/2020

Pleite eines bekannten Kartenbüros

„Eine Fortführung macht aus Sicht der Antragstellerin keinen Sinn“, teilt das Unternehmen dem Gericht mit.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

„Die Antragstellerin wurde Ende 1980er Jahre gegründet. Einerseits für den Einzelkartenverkauf für die Österreichische Theatergemeinde, andererseits zum Betrieb für Buchhandlungen. Die Antragstellerin hatte in den 1990er-Jahren insgesamt fünf Buchhandlungen“, teilt das Unternehmen dem Gericht mit. „Diese wurden in den Folgejahren nach dem Verlustsituationen dort eingetreten waren, geschlossen oder verkauft. Die letzte Buchhandlung in der Kalvarienberggasse 30 wurde Ende 2016 verkauft. Beim Betrieb der Buchhandlungen haben sich im Laufe der Jahre Verluste ergeben, was ein Grund für die Aufgabe dieses Bereiches war.“

Und weiter heißt es: „Seit Gründung der Antragstellerin wurde das Einzelkartengeschäft über die Österreichische Theatergemeinde abgewickelt, später wurden - mit Ausnahme der ehemaligen Bundestheater - sämtliche Karteneinkäufe über die Antragstellerin abgewickelt. In den vergangenen Jahren konnten kleine Gewinne erwirtschaftet werden. Diese wurden für gestrandete Zahlungsrückstände verwendet. Die Antragstellerin hatte mit den Theatern immer längerfristige Zahlungsziele vereinbart, die stets eingehalten wurden. Aufgrund der immer geringeren Abonnementzahlen konnten aktuell aus den Einnahmen die laufenden Zahlungen nicht mehr geleistet werden und ist der Insolvenzantrag daher zu stellen.“

Die Rede ist laut Creditreform von der Buchhandlung u. Kartenbüro GmbH mit Sitz in Wien-Landstraße. Sie hat kein relevantes Vermögen.

„Eine Fortführung macht aus Sicht der Antragstellerin keinen Sinn“, teilt das Unternehmen dem Gericht mit. „Die Antragstellerin erteilt hiermit ihre ausdrückliche Zustimmung zur Schließung des Unternehmens.“

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