In this Sept. 7, 2012 file photo, a Peugeot, left, and Citroen cars are parked in Paris. PSA Peugeot Citroen posted Wednesday, Feb,13, 2013 a record Euro 5 billion ($6.7 billion) loss last year after Europe's cratering car market forced France's largest automaker to book a Euro 3 billion financial charge. As well as falling demand, which led to a 12.4 percent slump in new vehicle sales to Euro 27.8 billion, the Paris-based company had to contend with the rising cost of steel and other materials. (AP Photo/Jacques Brinon, File)

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Autobranche
02/18/2013

Peugeot will 2014 wieder in schwarze Zahlen

Der Konzern ist die Globalisierung zu spät und zu zögerlich angegangen, sagt PSA-Österreich-Chef Punzengruber.

von Robert Kleedorfer

In der Vorwoche war spekuliert worden, dass der französische Staat beim angeschlagenen Autobauer PSA Peugeot Citroën einsteigen könnte. Nein, es werde keinen Anteilskauf oder gar eine Verstaatlichung geben, sagte Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici am Montag.

Der KURIER sprach mit Peugeot/Citroën-Österreich-Chef Roland Punzengruber. Dieser sagt über:
  • den Konzernverlust von fünf Milliarden Euro im Vorjahr
    Das Ergebnis muss relativiert werden, weil vier Milliarden auf Lagerbestände abgeschrieben werden mussten. Diese können heuer auch wieder aufgewertet werden. Dennoch wurden im Monat 200 Millionen Euro operativ Verlust erzielt, dieser soll heuer halbiert werden und 2014 soll es wieder schwarze Zahlen geben. Dazu wurden schon zahlreiche Maßnahmen ergriffen. So gibt es neue Modelle wie den Diesel-Hybrid oder den Peugeot 208 und die internen Strukturen wurden reformiert. Weiters setzen wir auf unsere Hybrid-Air-Entwicklung, die in zwei Jahren den Einsatz von Hybridtechnik auch im Kompaktsegment erlaubt.
  • die Zusammenarbeit mit General Motors
    Ziel ist es, bessere Einkaufspreise zu erzielen, gemeinsame Plattformen für Fahrzeuge zu entwickeln und die besten Technologien beider Hersteller in ein Produkt einfließen zu lassen. Die Autos werden sich aber nicht nur durch das Logo deutlich differenzieren.
  • die Fehler der Vergangenheit Man hat sich zu lange auf Europa konzentriert und die Globalisierung zu spät und zu zögerlich angegangen. Jetzt versucht man die Fehler zu korrigieren, das kommt etwas zu spät. Ab Sommer rollen die ersten Autos in China vom Band und es gibt Projekte in Russland und Südamerika. In Europa bleibt die Situation schwierig und im Iran fielen wegen der Sanktionen 400.000 Pkw weg.
  • die Fertigung des Sportcoupés RCZ bei Magna Graz
    Wir haben vor Kurzem die Produktion des 50.000sten RCZ gefeiert. Der Vertrag mit Magna beläuft sich auf 83.000 Stück. Das kann noch übertroffen werden, weil wir das Modell einem Facelift unterzogen haben und die Nachfrage steigen könnte.
  • die Gründe für den um zehn Prozent rückläufigen Absatz bei Pkw in Österreich
    Einige Modelle sind ausgelaufen und der wichtige neue Peugeot 208 kam erst im April auf den Markt. Zudem gibt es in Salzburg und Innsbruck kein Verkaufsstellen mehr, darüber führen wir aber bereits mit Interessenten Gespräche. Und nicht zuletzt liegt es auch an preisaggressiven Mitbewerbern, allen voran VW. Wir müssen auf die Rentabilität achten. Daher werden wir auch heuer nicht auf reine Preisnachlässe setzen.
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