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Banken
08/05/2016

Ost-Abspaltung bei Bank Austria fixiert

Am Freitagnachmittag einigten sich die Eigentümer über die Abspaltung des Osteuropa-Geschäfts der Bank Austria. Dieses wandert wie geplant zur UniCredit nach Mailand.

Im ersten Anlauf am Montag war man noch gescheitert, am Freitag war es dann doch gelungen. So beschlossen die Eigentümer der Bank Austria (UniCredit, Betriebsratsfonds und die Wien-nahe AVZ-Stiftung) laut Informationen der Presse am Freitagnachmittag einstimmig, dass das Osteuropa-Geschäft des Instituts abgespalten und wie geplant an die Mutter UniCredit in Mailand übergeben werden soll. Der Deal muss noch von der Aufsicht abgesegnet werden

Dem Entschluss war ein langes Ringen vorangegangen, da die Betriebsräte eine höhere Kapitalausstattung für den verbleibenden Österreich-Teil der Bank Austria forderten. Dem Vernehmen nach war von einer Kapitalspritze von 1,5 bis 1,9 Mrd. Euro die Rede. Die AVZ-Stiftung wiederum wollte Garantien aus Mailand, da die Stiftung nach wie vor für Verbindlichkeiten der Bank Austria im Ausmaß von 5,2 Mrd. Euro haftet. Hier soll es um einen Betrag von rund drei Mrd. Euro gegangen sein.

Bank-Austria-Chef Robert Zadrazil hatte sich schon am Donnerstag bei der Präsentation der Halbjahreszahlen sicher gezeigt, dass die Abspaltung wie geplant bis Ende des Jahres vollzogen werde. Laut Finanzvorstand Mirko Bianchi werde die Kapitalquote des verkleinerten Instituts auch über den derzeitigen 11,7 Prozent liegen. Zahlen wollte er aber nicht nennen.

UniCredit: Kein Kommentar

Von der Bank Austria-Muttergesellschaft, der italienischen Großbank UniCredit, waren Freitagabend keine näheren Angaben zum von Medien berichteten Beschluss der Abspaltung des Osteuropa-Geschäfts zu erhalten. Auf Anfrage der APA in Mailand hieß es, "Kein Kommentar".

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