Wirtschaft
16.03.2018

OMV kauft für 578 Mio. Dollar von Shell Upstream-Assets in Neuseeland

CEO Seele sprach von einem wichtigen Schritt, damit Australasien weitere Kernregion der OMV wird.

Die österreichische OMV tätigt einen großen Zukauf in Neuseeland. Vom Shell-Konzern erwirbt man für 578 Mio. Dollar (467 Mio. Euro) Erdgas-Produktionseinheiten, die der OMV bis zu 100 Mio. Barrel Öl-Äquivalent (boe) an förderbaren Vorräten zusätzlich bringen. Die Erwerbungen produzierten zuletzt im Jänner und Februar im Schnitt rund 31.000 boe pro Tag.

Fixiert hat die OMV den Kauf von Joint-Venture-Beteiligungen an Pohokura (48 Prozent), Neuseelands größtem produzierenden Erdgasfeld, und an Maui (83,75 Prozent) sowie die damit verknüpfte Produktions-, Speicher- und Transportinfrastruktur. An beiden Assets war die OMV schon als Partner beteiligt (mit 26 Prozent an Pohokura und 10 Prozent an Maui), nun will sie die Betriebsführerschaft übernehmen, wie die OMV Donnerstagabend mitteilte.

"Wichtiger Schritt"

OMV-Chef Rainer Seele sprach von einem "wichtigen Schritt", um Australasien gemäß der neuen Strategie des Konzerns "zu einer weiteren Kernregion der OMV zu entwickeln". Das Closing der Transaktion soll noch heuer erfolgen. Der Deal, der rückwirkend per 1. Jänner vollzogen werden soll, steht noch unter dem Vorbehalt von Bedingungen, u.a. Genehmigungen gemäß dem neuseeländischen Wettbewerbs- und Auslandsinvestitionsgesetz.

Parallel zum Erwerb der Beteiligungen an Pohokura und Maui hat die OMV auch den Shell-Anteil von 60,98 Prozent am Great South Basin Explorationsblock (GSB) erworben. Diese Transaktion sei unmittelbar wirksam und erhöhe den OMV-Anteil am GSB auf 82,93 Prozent.