Wirtschaft
09.10.2017

OGH bestätigt Freispruch für Ex-ÖBB-Güterchef

Gerichte sahen keine Untreue: Umstrittener Vertrag mit Lobbying-Firma Geuronet diente dem Erwerb der ungarischen Mav Cargo.

Der Freispruch für Gustav Poschalko in der Causa Mav Cargo ist nun auch vom Obersten Gerichtshof (OGH) bestätigt worden und damit rechtskräftig. Das haben Poschalkos Anwälte am Montag mitgeteilt.

Der Ex-Vorstand der ÖBB-Tochter Rail Cargo Austria (RCA), Gustav Poschalko, war bereits am 1. Juli 2016 vom Landesgericht St. Pölten vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hatte Poschalko vorgeworfen, die RCA hätte einen Vertrag mit dem ungarischen Lobbying-Unternehmen Geuronet abgeschlossen, ohne dass der Vertrag eine wirtschaftliche Grundlage gehabt hätte. Die WKStA sah darin eine Schädigung des ÖBB-Konzerns.

Der OGH hat nun das Rechtsmittel der WKStA zurückgewiesen und die Feststellung des Erstgerichts bestätigt, wonach der Vertrag mit Geuronet dem Erwerb der ungarischen Güterbahn Mav Cargo durch die RCA diente.