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Debatte
03/26/2019

Österreich braucht mehr Unternehmergeist

Der Wirtschaftsstandort Österreich braucht eine stärkere pro-unternehmerische Kultur. So das Fazit bei einer Podiumsdiskussion.

von Wolfgang Unterhuber

Der Wirtschaftsstandort Österreich braucht mehr Techniker und Gründergeist. Das war die Hauptaussage einer Podiumsdiskussion zu der die Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG geladen hatte. „Unternehmer werden hierzulande in alter Klassenkampfmanier noch viel zu oft als die bösen Ausbeuter gesehen“, meinte etwa EU-Minister Gernot Blümel.

Skepsis gegenüber dem technologischen Wandel

Österreich weise nicht gerade eine "kapital-affine Grundhaltung" auf, ergänzte Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Felbermayr. Zudem herrsche hierzulande eine große Skepsis bezüglich des technologischen Wandels im Unterschied etwa zu Ländern in Südostasien, im angloamerikanischen Raum oder Israel.

Dies führe auch dazu, dass sich Unternehmensgründer noch immer auf staatliche Förderungen und klassische Bankfinanzierungen stützen müssten, weil hierzulande einfach Risikokapital fehle. Das sei für die Startup-Szene nicht unbedingt ein Vorteil.

Was die Startups brauchen

Weshalb sich unter den rund 40.000 Neugründungen auch nur ein paar hundert Technofirmen also die sogenannten Startups befinden, Edeltraud Stiftinger, Geschäftsführerin der Austria Wirtschaftsservice Gmbh ´sagte. Und was brauchen die Startups? „Themen für Startups sind natürlich die Finanzierung, eine Senkung der Lohnnebenkosten und die oftmals noch zu lange Dauer der Unternehmensgründung.“

Infrastrukturminister Norbert Hofer verwies darauf, dass Österreich in einzelnen Sektoren wie etwa dem Maschinenbau über hervorragendes Knowhow verfüge. Relativ einig war sich die Rundedann, dass es an den Universitäten mehr unternehmerischen Spirit geben könne und dass die Zahl der sogenannten Spin-Offs, also Unternehmen die aus einer universitären Forschungseinheit hervorgehen, zu gering sei.

Was die Regierung nach der Arbeitszeitflexibilisierung als nächsten Schritt für die Wirtschaft unternehmen werde, wollten Blümel und Hofer nicht verraten. Im Raum steht im Zuge der Steuerreform ja eine Senkung der Körperschaftssteuer (derzeit 25 Prozent). Hofer: „Wir haben da ein paar Ideen“.

 

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