Novartis bleibt Tirol treu

Symbolbild.

┬ę APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
05/18/2021

Novartis investiert 100 Millionen Euro in Standort Kundl

Weitere 45 Millionen Euro kommen vom Bund, 5 Millionen Euro vom Land Tirol. Das Geld geht in die Penicillin-Produktion.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis wird ├╝ber die Tochterfirma Sandoz, wie angek├╝ndigt, kr├Ąftig in seinen Standort Kundl in Tirol investieren. 100 Mio. Euro kommen von den Schweizern, 50 Mio. Euro von Bund und Land Tirol. Das Geld geht in die Penicillin-Produktion. "Die Vorbereitungen haben bereits begonnen, die Umbauarbeiten starten im zweiten Halbjahr 2021", so der Konzern heute in einer Aussendung.

Die Reduktion der Abh├Ąngigkeit von Importen aus Asien sei von gro├čem ├Âffentlichen Interesse und daher habe die ├ľsterreichische Bundesregierung zugesagt, ├Âffentliche Mittel in H├Âhe von 50 Mio. Euro aus verschiedenen Finanzierungspools zur Verf├╝gung zu stellen, erkl├Ąrte der Pharmakonzern. Dieser hatte noch in der ersten H├Ąlfte des Vorjahres in Erw├Ągung gezogen, die Penicillinproduktion in Kundl einzustellen und nach Asien zu verlagern.

"Trotz eines vor├╝bergehenden Nachfrager├╝ckgangs aufgrund der Pandemie bleiben wir in Bezug auf die mittel- bis langfristigen Aussichten f├╝r dieses Segment, das einen erheblichen Teil der globalen Krankheitsbilder abdeckt, weiter zuversichtlich. Diese antizyklische Investition, die kurz nach der Ank├╝ndigung von Pl├Ąnen zum Erwerb der globalen Cephalosporin-Antibiotika von GSK erfolgt, best├Ątigt unsere Zusage, die Zukunft unseres f├╝hrenden globalen Antibiotika-Gesch├Ąfts zu sichern", so Sandoz-Chef Richard Saynor.

Modernisierung der Produktion

Als Teil des Modernisierungs-Plans f├╝r Antibiotika in Europa werde in Palafolls (Spanien) eine neue Anlage f├╝r die sterile Wirkstoffproduktion errichtet. "Dies bedeutet, dass die derzeitige ├Ąltere Anlage in Kundl bis 2025 schrittweise heruntergefahren wird. Ver├Ąnderungen beim Personalstand am Campus Kundl/Schaftenau werden in diesem Zusammenhang aber nicht erwartet", hei├čt es in der Aussendung.

Bundeskanzler Sebastian Kurz, Wirtschaftsministerin Margarete Schramb├Âck und der Tiroler Landeshauptmann G├╝nther Platter (alle ├ľVP) haben heute gemeinsam von einem "wichtigen Signal f├╝r den Produktionsstandort ├ľsterreich" gesprochen. Die Bundesregierung und das Land Tirol w├╝rden f├╝r die kommenden Jahre in Summe 50 Mio. Euro an Zusch├╝ssen bestehend aus den Instrumenten der Forschungsf├Ârderung und der Investitionspr├Ąmie erg├Ąnzt durch Mittel vom Land Tirol zur Verf├╝gung stellen.

"Die Standortentscheidung f├╝r Tirol und die Investitionssumme sind ein starkes Signal f├╝r das gesamte Land. Novartis st├Ąrkt ├ľsterreich als Forschungsstandort und schafft gleichzeitig neue Arbeitspl├Ątze", so Kurz. Und Schramb├Âck rechnete vor: "Rund 80 Prozent der aller Antibiotikawirkstoffe kommen aus China und Indien. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie gro├č die Abh├Ąngigkeit Europas insbesondere von diesen L├Ąndern ist. Mit unserer Investition konnten wir einen entscheidenden Beitrag leisten, dass Novartis die Antibiotikaproduktion in Tirol bel├Ąsst und wertvolle Arbeitspl├Ątze sichert."

Landeshauptmann Platter betonte: "Die vom Land Tirol zur Verf├╝gung gestellten f├╝nf Millionen Euro sind gut investiertes Geld und ein wichtiger Beitrag sowohl zur St├Ąrkung des europ├Ąischen Arzneimittelmarktes als auch des Tiroler Forschungsstandortes."

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