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Wirtschaft von innen
12/14/2016

Neuer Chef für Casinos Austria?

Neue Eigentümer: Karl Stoss könnte 2017 in die bestens dotierte Pension gehen

von Andrea Hodoschek

Der Aufsichtsrat der teilstaatlichen Casinos Austria (Casag) wird heute, Mittwoch, nicht über die Vertragsverlängerung der Vorstände Karl Stoss und Dietmar Hoscher entscheiden. Die Verträge laufen Ende 2017 aus.

Da sich die Aktionäre 2017 gravierend ändern werden, wollen die derzeitigen Aufsichtsräte die neuen Mehrheitseigentümer nicht vor vollendete Vorstands-Tatsachen stellen. Wie es derzeit aussieht, kommt eine österreichische Lösung, um die sich Krone-Chef Christoph Dichand bemühte, nicht zustande. Novomatic wird voraussichtlich 17,2 Prozent an der Casag und 11,5 Prozent an der Lotto-Tochter halten. Die tschechische Sazka-Gruppe soll 38 Prozent an der Casag bekommen.

Ob Stoss Vorstandsvorsitzender bleibt, ist äußerst fraglich. Man brauche Vorstände, die sich voll auf das Österreich-Geschäft konzentrieren, hört man. Es wird jedoch nicht angenommen, dass Stoss seine neue Funktion im Internationalen Olympischen Komitee zurücklegt. Daher solle ein neuer CEO gesucht werden, Stoss könne ohnehin in die bestens dotierte Pension gehen. Hoscher, dessen Verhältnis zu Stoss ziemlich zerrüttet ist, könnte sich retten, komme aber als CEO nicht infrage.