Ohne Käufer Supernova und OBI würden womöglich mehr als 3674 baumax-Mitarbeiter in Kürze ihren Arbeitsplatz verlieren.

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Baustoffhandel
11/05/2014

Neue Verkaufsgerüchte um bauMax

Im Zuge der Sanierung sollen weitere Töchter verkauft werden. bauMax dementiert.

von Kid Möchel

Rund um die angeschlagene Baumarktkette bauMax (1,13 Milliarden Umsatz) brodelt wieder die Gerüchteküche. Nach dem Verkauf der 15 Filialen in Rumänien und acht Standorten in Bulgarien sowie der Schließung des Türkei-Geschäfte sollen nun auch der Verkauf des Ungarn-Geschäfts (15 Filialen) und der Slowenien-Sparte (drei Standorte) in die Wege geleitet werden. Das berichten Insider dem KURIER. Es seien aber alle Beteiligten auf die besondere Vertraulichkeit und Verschwiegenheit hingewiesen worden. Dem Vernehmen nach dürfte die Mailänder Investmentbank Mediobanca ein Verkaufsmandat erhalten.

Indes dementiert bauMax mit Sitz in Klosterneuburg diesbezügliche Aktivitäten. "Der aktuelle Stand ist, dass die Restrukturierung weitergeführt wird, nämlich in den Kernländern Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien", sagt bauMax-Sprecherin Monika Voglgruber zum KURIER. "Es gibt sicherlich immer wieder Investorenanfragen, aber es gibt keinen aktuellen Verkaufsprozess." Nachsatz: "Aber es stimmt, dass wir mit der Mediobanca zusammenarbeiten." Die Investmentbank war bereits beim Verkauf der Auslands-Töchter in Rumänien, Bulgarien und in der Türkei engagiert. Und die Mediobanca ist laut Voglgruber auch als Berater in Sachen bauMax Kroatien tätig. Über die Zagreber Tochter wurde im August eine Art gerichtliches Vor-Konkursverfahren eröffnet. Dort soll man gerade dabei sein, heißt es, mit den Gläubigern eine Einigung zu suchen. "Die Entscheidung, wie und ob wir dort weitermachen, wird erst Ende des Jahres fallen", sagt die Konzern-Sprecherin.

Insider wollen wissen, dass bauMax rund 35 Millionen Euro zugeflossen sind – aus dem Verkauf der Bilder aus der Essl-Sammlung. Die Zahlung soll vorab mit den Banken vereinbart worden sein. Kürzlich soll sich die Heerschar an Gläubigerbanken auch auf das weitere Prozedere und auf eine Art Aufteilungsschlüssel geeinigt haben. Die Einigung soll von Deloitte koordiniert worden sein. Der größte bauMax-Brocken ist das Österreich-Geschäft samt Töchtern in Tschechien und in der Slowakei. Hierzulande werden 65 Märkte betrieben und 4000 Mitarbeiter beschäftigt. Insider glauben: "Am Ende des Tages wird die gesamte bauMax-Gruppe verkauft werden."

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