OMV-Raffinierie Schwechat

© Reinhard Vogel

Wirtschaft von innen
11/20/2019

Nach Telekom auch Zoff im OMV-Betriebsrat

Der Öl- und Gaskonzern strukturiert um, die Belegschaftsvertreter kämpfen um die Sitze im Konzern-Aufsichtsrat.

von Andrea Hodoschek

Nicht nur bei der Telekom Austria, auch bei der teilstaatlichen OMV spielt es sich im Betriebsrat heftig ab. Der Öl- und Gaskonzern strukturiert derzeit um und unter den Belegschaftsvertretern tobt ein erbitterter Kampf um Aufsichtsratssitze.

Der Chef der Raffinerie Schwechat, Herbert Lindner, will seinen Einfluss verstärken und einen seiner Getreuen in den fünfköpfigen Holding-Betriebsrat hieven. Dafür werde versucht, den für den wichtigen Gas-Bereich zuständigen Kollegen aus der Holding zu kippen.

Der freigestellte Lindner dürfte der bestbezahlte Arbeitnehmervertreter in der OMV sein und, wie berichtet, Zulagen für Schichtdienste kassieren, obwohl er längst keine Schichten mehr fährt. Sein Feindbild scheint die Betriebsratschefin der Holding, Christine Asperger, zu sein.

Lindner, der mit OMV-Boss Rainer Seele das Du-Wort pflegt und jüngst im Aufsichtsrat eine Gehaltserhöhung für den Chef einforderte, dürfte mit Frauen im Job ein gröberes Problem haben. Er disqualifiziere sich immer wieder durch abschätzige Bemerkungen über Kolleginnen, hört man. Innerhalb der OMV kursiert, so ein Zufall, seit kurzem plötzlich ein Brief, den Asperger und der Gas-Kollege bereits 2017 an den damaligen OMV-Aufsichtratschef Peter Löscher geschrieben hatten, in Sorge um die Abwanderung von Vorständen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.