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Mutrede
10/22/2021

RWA-Chef Wolf: "Die Landwirtschaft ist bei der Digitalisierung oft ein Vorreiter"

Die Dachorganisation der Lagerhaus-Genossenschaften zeigt, dass Landwirtschaft längst mehr ist, als das verfälschte Bild einer Idylle.

von Wolfgang Unterhuber

Der Maiszünsler ist ein Kleinschmetterling. So weit, so nett. Das Problem: Er gehört zu den größten Mais-Schädlingen. Nach Schätzungen der  Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO werden von den Raupen des Maiszünslers weltweit etwa vier Prozent der jährlichen Maisernte vernichtet.

Hilfe von Drohnen

Auch in Österreich. Doch es gibt eine Lösung. Noch dazu eine biologische. Mit Hilfe von Drohnen. Wenn der Mais zwei Meter hoch ist, überfliegen sie die Maisfelder und werfen Maisstärkekugeln ab, die biologische Nützlinge enthalten. Die hindern den Maiszünsler dann an der Fortpflanzung.

Agro-Innovation-Lab

Der Einsatz von Drohnen ist nur ein Beispiel der digitalisierten Landwirtschaft. Bereits jeder dritte neuverkaufte Traktor ist satellitengesteuert, erzählt Reinhard Wolf. Er ist der Chef der Raiffeisen Ware Austria RWA. Das ist die Dachorganisation der Lagerhaus-Genossenschaften. Digitalisierung ist eines der zentralen Themen von Wolf.

So hat die RWA auch ein eigenes Agro-Innovation-Lab, wo man an Robotern arbeitet oder an besserer Satellitennavigation. Dazu ist man auch an internationalen Start-ups beteiligt. Mit dem idyllischen Bild, das gerne oft von der Landwirtschaft gezeichnet wird, hat das nichts mehr zu tun.

„Es gibt sicher Menschen, die von sprechenden Schweinen in der Werbung beeindruckt sind. Es gibt aber auch genügend, die das Bild der Landwirtschaft kennen, wie sie wirklich ist“, sagt Wolf.

Die RWA im Überblick

Seit 2013 ist er Generaldirektor der RWA. Zur RWA ein paar Zahlen. Umsatz: 2,3 Milliarden Euro. Ergebnis vor Steuern: 22,3 Millionen. Beschäftigte: 2.312. Geschäftsbereiche: Agrar, Haus&Garten, Baustoffe und Energie, Technik.

Ein weiteres zentrales Thema ist der Klimawandel. Wolf: „Den kriegen die Menschen in der Landwirtschaft ja schon seit Jahrzehnten mit.“ Bei der Ernte ist man heuer trotz der Unwetter im Sommer mit einem blauen Auge davongekommen. „Beim Getreide gibt es um zehn Prozent weniger. Aber wir haben eine relativ gute Herbsternte bei Mais, Erdäpfel, Zuckerrüben."

94 Prozent geimpft oder genesen

Und Corona? „Hier haben wir gesehen, dass die Menschen stark in Haus und Garten investiert haben.“ Die aktuelle Debatte um die 3-G-Regeln am Arbeitsplatz sieht Wolf gelassen. So zählt der österreichische RWA-Hauptstandort im nö. Korneuburg 750 Beschäftigte. „Davon sind 94 Prozent geimpft oder genesen.“

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