Millionenpleite eines Traditionsunternehmens im Anlagenbau
„In den vergangenen Monaten sah sich die Schuldnerin mit zunehmend herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konfrontiert. Insbesondere bei einigen Großprojekten mussten finanzielle Verluste hingenommen werden, die das Ergebnis erheblich belasteten“, zitiert der KSV1870 aus dem Insolvenzantrag. „Gleichzeitig führten stark gestiegene Rohstoff- und Energiepreise zu zusätzlichen Kosten, die – aufgrund bestehender vertraglicher Vereinbarungen – nicht im erforderlichen Ausmaß an die Kunden weitergegeben werden konnten. Zusätzlich wirkten sich Zahlungsverzögerungen, hohe Abfertigungszahlungen sowie notwendige Vorauszahlungen für Materiallieferungen negativ auf die Liquidität des Unternehmens aus. Diese Kombination aus externen und internen Faktoren führte zu einer Liquiditätskrise und macht eine wirtschaftliche Neuordnung unausweichlich."
Über das Vermögen der Elektro- u. Schaltanlagenbau Winter Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in der Sandgasse 31 in 8720 Knittelfeld wurde heute, Donnerstag, ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht Leoben unter der Geschäftszahl 18 S 12/26d eröffnet. Laut Creditreform sind 29 Mitarbeiter von der Pleite betroffen.
Im Firmenbuch scheinen die PBG Beteiligungs GmbH als Alleingesellschafterin und Wolfgang Winter, Peter Glatzmeier sowie Gabriele Prein als Geschäftsführer auf.
Schulden und Vermögen
Das Unternehmen wurde 1956 gegründet und hat rund 5,1 Millionen Euro Schulden bei 130 Gläubigern. Die Aktiva werden mit 1,06 Millionen Euro beziffert.
Die Sanierung
Laut AKV ist die Fortführung und Sanierung des Unternehmens geplant. Den Insolvenzgläubigern wird im Rahmen eines Sanierungsplans eine Quote in Höhe von 20 Prozent geboten.
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