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Wirtschaft
09/10/2019

Millionenpleite eines bekannten Gastro-Betriebes

Das Unternehmen vermietet auch Apartments, Pleite-Ursache sollen Anlaufschwierigkeiten sein.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

„Wer selber viel reist, der weiß, worauf es bei der Unterkunft wirklich ankommt. Ihre Gastgeber, Jadi und Armin, haben das getan und konnten so viele Erfahrungen sammeln, die alle zusammen den Wohlfühleffekt der "Kaiser Max Appartements" in Innsbruck sowie des Cafés ausmachen. Als leidenschaftliche Gastronomen teilen wir unsere Begeisterung für gute Weine und ausgezeichneten Kaffee gerne mit den Gästen im "Café Kaiser Max". Ganz besonders liegt ihnen die Einbindung von Partnern aus der Region am Herzen. Regionalität und Nachhaltigkeit werden immer ein wichtiges Thema bleiben, deswegen wollen Jadi und Armin diese Faktoren in ihren Ferienwohnungen und Restaurant in Innsbruck bestmöglich umsetzen“, heißt es auf der Firmen-Homepage www.kaiser-max.at. Die Appartement- bzw. Apartments-Preise (1 bis 6 Personen) beginnen bei 137 Euro pro Person, die Kaiser Max Residenz ist ab 172 Euro pro Person zu buchen. Es gibt insgesamt neun Appartements.

Jetzt musste die Pletzer Gastro GmbH um Armin Pletzer den Weg zum Insolvenzgericht antreten. Die Schuldnerin mit Sitz in Innsbruck wurde laut KSV1870 im Jahr 2017 gegründet. Sie ist Pächterin des „Kaiser-Max-Hauses“ in der Adresse Herzog-Friedrich-Straße 23. Dort kommt es zur Vermietung von schmucken Apartments und es wird ein Gastronomiebetrieb geführt. „Die Schuldnerin geht von Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als 1,1 Millionen Euro aus“, heißt es vom KSV1870.

Anlaufschwierigkeiten

„Im Insolvenzeröffnungsantrag, der von der Schuldnerin selbst eingebracht wurde, wird ausgeführt, dass es zu erheblichen Anlaufschwierigkeiten bei der Übernahme des Pachtobjektes gekommen sei. Es habe große Investitionen der Schuldnerin geben. Der Umsatz sei letztlich hinter den geplanten Zahlen zurückgeblieben. Dies sei auch dem Umstand geschuldet, dass der Gastronomiebereich kleiner als ursprünglich geplant ausgefallen sei“, heißt es weiter. „Ob die Insolvenzverwaltung den Betrieb ohne weitere Nachteile für die Gläubiger fortführen kann, wird sich zeigen.“

Derzeit bietet die Schuldnerin den Gläubigern eine Quote in Höhe von 20 Prozent an. Im Jahr 2017 wurden die Verbindlichkeiten noch mit 588.700 Euro beziffert.